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Hummeln

Kleines Tier - große Leistung

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Copyright: agrarKids
Wenn der Winter endet, nimmt die Vielfalt an Obst und Gemüse wieder zu. Dank dem Anbau im Gewächshaus bekommen wir viele Sorten früher als im Garten oder sogar das ganze Jahr über. Doch die Pflanzen müssen bestäubt werden. Das betrifft etwa ein Drittel unserer Nahrung. Wenn die Pflanze blüht, muss der Blütenstaub (Pollen) vom Staubgefäß zum Stempel der Blüte wandern. Nur so entsteht später eine Frucht. Ohne Insekten müssten wir Menschen diese Arbeit bei jeder einzelnen Blüte von Hand verrichten. Zuerst denken da viele an Bienen. Wusstest du aber, dass Hummeln die besten Bestäuber sind? Sie fliegen zum Beispiel doppelt so viele Blüten an wie Bienen und sind nicht nur schneller, sondern auch länger unterwegs. Weil sie einen großen Körper haben, bleiben mehr Pollen daran haften. Eigentlich möchte die Hummel Pollen und Nektar in den Körbchen sammeln, die an ihren Hinterbeinen wachsen. Dass sich auch in ihren vielen Haaren Pollen verfängt, ist nur ein Zufall. Wenn die Hummel unterwegs ist, verteilt sie den Blütenstaub auf verschiedene Stempel.
Für die Bedingungen im Gewächshaus ist es gut, dass Hummeln keine großen Ansprüche haben. Sie kommen mit wenig Platz zurecht und arbeiten auch noch bei Temperaturen um 10° Celsius, wenig Licht sowie bei starkem Wind und etwas Regen. Das alles unterscheidet sie von Bienen. Außerdem wollen wir ja, dass nur bestimmte Kulturen bestäubt werden. Bienen informieren einander mit dem Bienentanz, ob es anderswo bessere Nahrung gibt. Auf seine Hummeln kann sich der Garten- oder Ackerbauer hingegen verlassen.
Doch woher kommen die Hummeln? Dafür gibt es Anbieter, die die Tiere züchten, damit handeln und auch viel forschen. Zum Beispiel haben Hummeln ein besonderes Sehvermögen. Durch die Gestaltung spezieller Hummelkästen können die Insekten sich besser orientieren. Auch das Mikroklima im Kasten ist wichtig, damit sich die Bestäubungsleistung gut steuern lässt. Durch lange Erfahrung ist es gelungen, dass die Hummelvölker schneller brüten, größer werden und länger leben als gewöhnlich. Das alles können wir nicht sehen, wenn die Erdbeeren oder Äpfel dann auf unserem Tisch landen. Am Beispiel der Hummel erkennen wir, welch riesige Bedeutung scheinbar kleine Details in unserem Leben haben können.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(08.04.2020)
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