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Ernährungsreport

Klöckner beklagt Diskrepanz zwischen Umfragen und Kaufverhalten

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Immer mehr Verbraucher greifen zu saisonalen Produkten mit kurzen Transportwegen. Gleichzeitig legen sie Wert darauf, beim Lebensmitteleinkauf die Landwirtschaft in ihrer Region zu unterstützen. Das geht aus dem "Ernährungsreport 2020" hervor, den das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellt hat. Danach ist es aktuell 83 % der Befragten wichtig oder sogar sehr wichtig, dass ein Lebensmittel aus der Region kommt. Im Jahr 2016 waren es erst 73 %. "Wir brauchen die Bauern vor Ort, um regionale Lebensmittel kaufen zu können", unterstrich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der Vorstellung des aktuellen Ernährungsreports heute in der Berliner Bundespressekonferenz. Laut der Ministerin muss dieses durch die "aktuellen Umstände" hervorgerufene Bewusstsein nun durch kluge ernährungspolitische Entscheidungen in einen Trend verwandelt werden.
Positiv wertet Klöckner auch den laut der Forsa-Umfrage starken Wunsch der Verbraucher nach einem staatlichen Tierwohllabel. Einer großen Mehrheit von 81 % der Befragten sei ein solches Label wichtig oder sogar sehr wichtig. "Ich freue mich über die verbale Aufgeschlossenheit der Verbraucher. Allerdings gibt es an der Ladenkasse bisher oft keine entsprechende Zahlungsbereitschaft", so die Ministerin.
Die Bundesbürger haben der Erhebung zufolge hohe Erwartungen an die heimische Landwirtschaft: Zwei von drei Befragten legen Wert auf artgerechte Tierhaltung. Faire Löhne finden 64 % sehr wichtig; die Qualität der Produkte ist für 63 % von großer Bedeutung. Der "Ernährungsreport" beruht auf einer repräsentativen Befragung von tausend Verbrauchern zwischen Dezember 2019 und Januar 2020, ergänzt um eine Zusatzbefragung während der Corona-Pandemie im April 2020. AgE (31.05.2020)
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