Politischer Erntedank

Klöckner betont Wert eines eigenständigen Bundeslandwirtschaftsministeriums

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Den weiterhin hohen Stellenwert der Agrarpolitik hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betont. "Landwirtschaftspolitik bleibt wichtig", sagte Klöckner beim Politischen Erntedank ihres Hauses gestern in Berlin. Dabei bekannte sie sich nachdrücklich zu einem eigenständigen Bundeslandwirtschaftsministerium. Dies ist aus ihrer Sicht unerlässlich, um den Anliegen der Erzeugerseite in der politischen Gestaltung "Kraft zu verleihen".
Die CDU-Politikerin nannte sechs Zukunftsaufgaben, die mit der Agrarpolitik der nächsten Jahre gelöst werden müssten. Es gehe darum, die eingeleitete Modernisierung der Landwirtschaft fortzusetzen und insbesondere über Innovationen den steigenden Klimaschutzanforderungen gerecht zu werden. Junge Bäuerinnen und Bauern müssten an ihre Zukunft glauben können. Die Empfehlungen der Borchert-Kommission sowie der Zukunftskommission Landwirtschaft könnten dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Bei der Weiterentwicklung des Agrarsektors dürfe nicht dessen Wettbewerbsfähigkeit in Frage gestellt werden. Dem müsse nicht zuletzt in internationalen Handelsvereinbarungen Rechnung getragen werden.
Für dringend notwendig hält Klöckner einen Digitalpakt für die Landwirtschaft. Eine wesentliche Voraussetzung dafür sei der Ausbau der digitalen Infrastruktur in ländlichen Regionen. Weiterer Anstrengungen bedarf es der Ministerin zufolge beim Ausbau der Agrarforschung. Hier sei man zuletzt mit der Bereitstellungen von annähernd 1 Mrd Euro im Etat des Bundeslandwirtschaftsministeriums ein gutes Stück vorangekommen. Schließlich gehe es darum, dass die Gesellschaft den Anspruch der Landwirtschaft an technogische Fortschritte mittrage. Als Beispiel nannte Klöckner neben der Digitalisierung neue molekularbiologische Verfahren in der Pflanzenzüchtung. AgE (07.10.2021)
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