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Afrikanische Schweinepest

Klöckner bittet Woidke um bessere Koordinierung der Seuchenbekämpfung

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Während der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Uwe Feiler, heute bei einem Vor-Ort-Termin im Brandenburger Seuchengebiet noch gute Fortschritte im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) konstatierte, besteht aus Sicht anderer Akteure und Betroffener in der Region anscheinend noch deutliches Verbesserungspotential. Wie aus Regierungskreisen verlautete, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner deshalb Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke in einem Schreiben ausdrücklich um eine bessere Koordination der Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen gebeten.


Klöckner beruft sich dabei auf Kritik von "unterschiedlichen Seiten", nach der sich die verschiedenen Ressorts in Brandenburg nicht gut miteinander abstimmten. Zudem bestünden in verschiedenen Punkten Defizite. So werde von zerstörten Wildschweinbarrieren und offenen Durchgängen in den von ASP betroffenen Gebieten berichtet. Im Landkreis Märkisch-Oderland hätten Landwirte zudem moniert, dass munitionsbelastete Böden die Errichtung von Wildzäunen enorm behindern würden.
Die Ministerin erinnert Woidke deshalb daran, dass die Anstrengungen der Behörden bei ASP-Prävention und Bekämpfung, aber auch die Sensibilisierung der Bevölkerung vor Ort deutlich intensiviert werden müssten. Dies sei von "größter Bedeutung", wolle man den Übergriff der Afrikanischen Schweinepest auf andere Bundesländer verhindern, betont Klöckner.
Nach ihren Worten, die heute von der Leiterin des nationalen Zentralen Krisenstabes Tierseuchen, Staatssekretärin Beate Kasch, noch einmal wiederholt wurden, kommt es bei der ASP-Bekämpfung "entscheidend auf ein koordiniertes Krisenmanagement der beteiligten Akteure vor Ort an". Die Bundeslandwirtschaftsministerin bittet Woidke deshalb, er möge sich in seiner Funktion als Ministerpräsident aktiv in die Brandenburger Seuchenbekämpfung "einschalten". AgE (26.04.2021)
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