Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Verteilung der ELER-Mittel

Länder streiten ums Geld

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: shutterstock
Der erwartete Streit um die künftige Verteilung der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) ist entbrannt. Bei ihrer heutigen Frühjahrskonferenz, die als Video-Schalte unter Leitung des saarländischen Ressortchefs Reinhold Jost durchgeführt wurde, konnten sich die Länderagrarminister nicht auf einen Kompromiss für die Übergangsperiode 2021 und 2022 verständigen. Auf einem Sondertreffen Ende Juli wollen die Minister einen neuen Anlauf unternehmen. Bis dahin soll eine Arbeitsgruppe einen Vorschlag für einen Kriterienkatalog entwickeln, der als Grundlage für einen Kompromiss dienen soll.
Jost sprach nach der Videokonferenz von einem "heftigen Austausch" zwischen den Ministern. Der SPD-Politiker kritisierte seine ostdeutschen Amtskollegen, die keine Bereitschaft gezeigt hätten, Korrekturen an dem geltenden Schlüssel vorzunehmen, der sie deutlich besser stelle als die Westländer. "Was vor 20 Jahren seine Berechtigung hatte, lässt sich heute nicht mehr aufrechterhalten", so der Minister. Aufgrund der damals gefundenen Sonderregelungen erhalte das Saarland nur ein Vierteil bis ein Drittel der Mittel, die ihm nach dem ursprünglichen Verteilungsschlüssel zustünden. Gelder dürften künftig nicht mehr "nach der Himmelsrichtung" verteilt werden, verlangt Jost. Entscheidend müsse der Bedarf sein.
Der Beschlussvorschlag zur heutigen AMK, die bisherige Mittelverteilung bereits im Übergangszeitraum 2021/22 deutlich stärker als bislang durch einen Bezug zur landwirtschaftlichen Fläche (LF) zu korrigieren, löste bei den Ostländern scharfe Kritik aus. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Agrarminister Dr. Till Backhaus warnte vor massiven Einschnitten, die man nicht akzeptieren werde. Bei der Verteilung der Mittel dürfe man sich künftig nicht allein an der landwirtschaftlichen Fläche orientieren. Vielmehr müssten auch andere Kriterien wie die regionale Wirtschaftskraft oder der Anteil an Natura 2000-Gebieten einfließen. AgE (12.05.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Corona-Konjunkturpaket
Waldeigentümer und Forstwirtschaft begrüßen Hilfsmaßnahmen
05.06.2020 — Die im gestrigen Koalitionsausschuss beschlossenen 700 Mio Euro an Finanzhilfen für die Forstwirtschaft sind bei den Waldeigentümern auf ein positives Echo gestoßen. "Vor dem Hintergrund der bedrohlichen Situation im Wald ist das eine große Hilfe und ein wichtiges Signal an die vielen privaten und kommunalen Forstbetriebe, die angesichts der schweren Waldschäden und der zusammengebrochenen Holzmärkte unbedingt Unterstützung brauchen",
Konjunkturpaket
Bund beschließt Investitionsprogramm zum Stallumbau und Hilfen für die Forstwirtschaft
04.06.2020 — Auch die Land- und Forstwirtschaft profitiert von dem Hilfspaket, das der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD gestern gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise geschnürt hat. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurde unter anderem auf Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ein Investitionsförderprogramm von 300 Mio Euro aufgelegt,
Umschichtung Zweite Säule
Bauernverband fordert Rückführung auf 4,5 Prozent
03.06.2020 — Der Vorschlag des Bundeslandwirtschaftsministeriums, an der für dieses Jahr geltenden Umschichtung von 6 % der Direktzahlungsmittel in die Zweite Säule auch 2021 festzuhalten, hat in den Verbänden erwartungsgemäß ein gespaltenes Echo ausgelöst.
Agrar-TV-Tipps
Online-Fernsehprogramm
Was läuft im TV? Allgemeine TV-Programme über Filme, Serien und Shows gibt es viele. Aber wenn Sie nie mehr eine spannende Sendung aus Ihrer Branche verpassen möchten, sollten Sie einen Blick in die Agrar-TV-Tipps werfen. Hier finden Sie alle Sendungen zur Landwirtschaft und zum Landleben.
Corona-Krise
Spargelernte deutlich kleiner als im Vorjahr
03.06.2020 — Aufgrund der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie wird das deutsche Spargelaufkommen in diesem Jahr unterdurchschnittlich ausfallen. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) heute in Berlin zur Halbzeit der diesjährigen Spargelernte feststellte,

xs

sm

md

lg

xl