Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Köpfchen

Landwirtschaft mit Köpfchen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Agrarkids
Mit der Erfindung des Verbrennungsmotors schreitet in den 1920er Jahren die Mechanisierung in der Landwirtschaft schnell voran. Landtechnikunternehmen bauten
Traktoren und rüsteten diese mit Motoren aus. Durch diese Entwicklung änderte sich in den darauffolgenden Jahren die Arbeitsweise in der Landwirtschaft. Wo noch vor kurzer Zeit Pferde und Ochsen den Pflug über das Feld gezogen hatten, übernahmen diese Arbeit fortan die Traktoren. Für die motorisierten "Zugpferde" gab es bald eine Vielzahl von Anbaugeräten, um verschiedene Arbeiten zu erleichtern und zu beschleunigen.


Zur damaligen Zeit fuhren die Traktoren nicht schneller als 12 Kilometer pro Stunde. Inzwischen erreichen moderne Traktoren Geschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern
pro Stunde. Wie bei den Traktoren wird auch in landwirtschaftlichen Betrieben heutzutage
modernste Technik eingesetzt, um Arbeitsabläufe zu koordinieren und zu verbessern. In modernen Ställen sind Arbeiten oftmals automatisiert und werden von Robotern
(Melkroboter, Fütterungsroboter, Entmistungsroboter) übernommen. Im Herdenmanagement-Programm (eine spezielle Software für den Computer) laufen alle Daten zusammen. So arbeitet der Betriebsleiter inzwischen täglich am Computer, um Abläufe zu kontrollieren und auszuwerten. Aus dem Programm gewinnt er schließlich wichtige Daten für betriebliche Entscheidungen.
Über entsprechende Anwendungen kann der Betriebsleiter mit Smartphone, Tablet oder
Steuergerät auf diese Daten zurückgreifen. Solche intelligenten Softwarelösungen sind sehr wichtig für landwirtschaftliche Betriebe geworden. Natürlich gibt es sie auch für den Ackerbau und alle Arbeiten auf dem Feld. Damit kann der Landwirt den gesamten
Pflanzenanbau bis zur Ernte hin planen und seine Erträge verbessern. Er hat sogar die
Möglichkeit, Bodenprobenergebnisse einzelner Flächen zu hinterlegen. Dies hat vor allem Sinn bei Ackerflächen mit unterschiedlichen Bodenqualitäten.
Diese Daten können dann auf den Computer im Traktor (Terminal) übertragen werden, um an entsprechenden Stellen mehr oder weniger Düngemittel auszubringen. Die Düngung auf den jeweiligen Schlägen ist dadurch viel bedarfsgerechter geworden. Das hilft dem Landwirt, weil er damit seine Erträge verbessern kann und der Umwelt, weil das Grundwasser mehr geschützt wird.
Solche Softwarelösung helfen dem Landwirt das ganze Jahr hindurch in allen Bereichen des Ackerbaus. Selbstverständlich gibt der Landwirt am Ende auch die Ernteerträge der einzelnen Schläge in den Computer ein. Auf diese Weise erhält er viele Informationen, die ihm helfen, den Anbauplan für die nächste Ernte vorzubereiten. So arbeitet der moderne
Landwirt im 21. Jahrhundert.
(20.08.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Traktor
Ein Kraxler am Berg
16.09.2020 — Wer im Erzgebirge lebt und arbeitet, der muss sich auf die Berge einstellen. Da ist das Laufen und das Fahrradfahren herrlich, wenn es runter geht, und anstrengend, wenn der nächste Hügel oder Anstieg wartet. Aber es ist hier im südlichen Sachsen besonders schön. Und das zu jeder Jahreszeit! Auch die Landwirtschaft arbeitet hier im Mittelgebirge unter diesen besonderen Bedingungen.
Kompost
Kompost - so wird's natürlich Erde
02.09.2020 — Schon in alten Schriften, die über mehrere tausend Jahre alt sind, wird über Kompost berichtet. Der Begriff Kompost (aus dem Lateinischen) bedeutet wörtlich "zusammengestellt". Auf einem Kompost werden Garten- und Küchenabfälle "zusammengestellt". So entsteht der Komposthaufen, den du sicher gut kennst. Dieser Kompost wird von Bodenlebewesen wie Mikroorganismen, Pilzen, Bakterien, Würmern, Käfern und Asseln zersetzt und in Humus verwandelt.
Feldhamster
Bedrohter putziger Nager - der Feldhamster
12.08.2020 — Feldhamster sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sie ernähren sich von Getreidekörnern, Kräutern, Rüben und Kartoffeln, gelegentlich auch von kleinen Wirbeltieren. Normalerweise leben Feldhamster auf Ackerflächen mit Löss- und Lehmböden, in welche sie bis zu 2 m tief graben. Stroh dient dem Feldhamster als Versteck vor Fressfeinden aus der Luft.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Ernte
Läuft rund!
04.08.2020 — In einer Gegen zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist schon eine feine Sache. Bei Philipp Albrecht ist das der Fall. Der Lohnunternehmer ist im schönen Allgäu ganz im Süden Deutschlands mit seinen Fahrzeugen für seine Kunden unterwegs. Für etwa 160 Betriebe übernimmt Albrecht hauptsächlich Erntearbeiten in einer Region, wo durchschnittlich 18-50 Kühe in den Ställen leben und wo die Betriebe meist zwischen 40-50 Hektar Fläche haben.

xs

sm

md

lg

xl