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Flächenerfassung per Satellit

Maisareal kleiner als amtlich geschätzt

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Der Maisanbau in Deutschland ist in diesem Jahr auch nach einer aktuellen Erhebung von Kleffmann Digital spürbar ausgedehnt worden. Das Marktforschungsunternehmen bezifferte das betreffende erntefähige Areal gestern mit Verweis auf die Ergebnisse seines satellitengestützten Systems zur digitalen Flächenerkundung (CropRadar) auf 2,67 Mio ha, was gegenüber 2019 einen Anstieg um 2,8 % bedeuten würde. Damit liegt Kleffmann allerdings um rund 50 000 ha unter der amtlichen Schätzung. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hatte die Silo- und Körnermaisfläche Ende August auf zusammen 2,72 Mio ha beziffert.


In Niedersachsen wurde das Maisareal im Jahressvergleich laut den CropRadar-Messungen von 611 427 ha auf 629 766 ha ausgedehnt. Nach ergiebigen Niederschlägen vor der Aussaat hätten sich den Pflanzen dort weitestgehend ideale Auflaufbedingungen geboten. Dagegen ist der Maisanbau in Bayern 2020 gegenüber dem Vorjahr gemäß den Kleffmann-Daten eingeschränkt worden, und zwar um 5 % auf 516 513 ha.
Neben lokal zum Teil sehr schlecht aufgelaufenen Beständen habe eine Gewitterfront Ende Juli mit bis zu 4 cm großen Hagelkörnern die Kulturen erheblich geschädigt, und zwar insbesondere in der Oberpfalz und in Niederbayern. In den ostdeutschen Bundesländern hat der Mais dem Lüdinghauser Unternehmen zufolge weiterhin Konjunktur. In Thüringen wurde die Silo- und Körnermaisfläche um 3 % ausgedehnt, in Mecklenburg-Vorpommern sogar um 9 %.
Mit Blick auf die Zahlen wies Kleffmann Digital darauf hin, dass Flächengrößen und -entwicklungen mit CropRadar bis auf die Ebene einzelner Postleitzahlen (PLZ) genau abgebildet und auf diese Weise lokale Unterschiede ermittelt werden könnten. Beispielsweise sei die Maisfläche im Landkreis Helmstedt entgegen dem positiven Trend in Niedersachsen gesunken, insbesondere im PLZ-Gebiet von Königslutter. Hätten dort 2019 noch auf 1 315 ha Mais zur Ernte gestanden, so habe sich die Fläche binnen Jahresfrist auf 648 ha mehr als halbiert. AgE (11.09.2020)
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