Afrikanische Schweinepest

Mehr als 2 000 Virusnachweise im Wildschweinbestand

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Zahl der nachweislich mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweine in Deutschland hat die Marke von 2 000 überschritten. Laut Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) gab es bis bisher 2 013 Nachweise bei Wildschweinen, drei in Hausschweinehaltungen. Allein gestern wurden im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße 16 neue ASP-Fälle gemeldet, zudem jeweils zwei im Kreis Barnim und in der Stadt Frankfurt/Oder. Seit dem ersten Auftreten der Tierseuche am 10. September 2020 wurden in Brandenburg 1 586 ASP-Ausbrüche festgestellt, in Sachsen waren es 430.


Leichte Entwarnung gibt es allerdings bei den bisher betroffenen Hausschweinebeständen in Brandenburg. Wie das dort zuständige Sozialministerium gestern mitteilte, wurden die beiden Sperrzonen III in den Kreisen Märkisch-Oderland und Spree-Neiße aufgehoben. "Die Auflösung der Sperrzonen III ist eine gute Nachricht für die schweinehaltenden Betriebe in den betroffenen Gebieten. Damit erleichtert sich wieder die Vermarktung der Schweine aus dieser Region", erklärte die Leiterin des Brandenburger ASP-Krisenstabes, Anna Heyer-Stuffer. Ihr zufolge haben die Untersuchungen der umliegenden Schweinebestände ergeben, dass keine Verschleppung der Tierseuche stattgefunden hat.
Erfolge im Kampf gegen die ASP konnten diese Woche die Philippinen vermelden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden seit dem ersten Auftreten der Tierseuche Mitte 2019 in fast 3 000 Gemeinden und Städten ASP-Fälle in Schweinebeständen festgestellt. Aktuell sei das Virus laut den ausgewerteten Blutproben nur noch in 24 Gemeinden oder weniger als 1 % der bisher betroffenen Städte aktiv. In 484 Dörfern oder Stadtteilen habe es seit drei Monaten keine Nachweise in den Haltungen mehr gegeben, in weiteren 410 Gemeinden seit mehr als sechs Monaten. "Aufgrund strengerer Überwachungs- und Biosicherheitsmaßnahmen und den starken Partnerschaften mit den örtlichen Behörden, den Schweinezüchtern und dem Privatsektor gewinnen wir allmählich den Kampf gegen die ASP", erklärte der zuständige Staatssekretär im Ministerium, Dr. William Medrano. AgE (27.08.2021)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrikanische Schweinepest
Neuer ASP-Fund in der Uckermark außerhalb alter Kernzone
17.09.2021 — Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich im Norden von Brandenburg weiter aus. Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte gestern den Fund eines infizierten Frischlings, der als Fallwild auf dem Gebiet von Blumenhagen, einem Ortsteil von Schwedt/Oder, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt gefunden wurde.
ASP in Brandenburg
Bauern und Jäger sehen bei der Seuchenbekämpfung noch Luft nach oben
10.09.2021 — Ein Jahr nach dem erstmaligen Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land haben der Landesbauernverband (LBV) und der Landesjagdverband (LJVB) Brandenburg von der Politik mehr Einsatz gegen diese Tierseuche eingefordert.
Sonder-AMK zur ASP
Länder fordern Bundesförderprogramm für schweinehaltende Betriebe
01.09.2021 — Ein größeres finanzielles Engagement zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) fordern ostdeutsche Landwirtschaftsminister von der Bundesregierung. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner müsse vorbeugende Maßnahmen in Bezug auf die weitere Verbreitung der Tierseuche ernster nehmen und die betroffenen Bundesländer bei der Umsetzung dieser Maßnahmen finanziell unterstützen.
Versicherungen
Ertragsschadenversicherung (EVT)
Der Schutz vor finanziellen Einbußen bei größeren Tierbeständen. Fälle wie die Afrikanische Schweinepest machen deutlich: Seuchenprophylaxe auf dem eigenen Hof ist wichtig. Wie schnell sind Sie jedoch indirekt von einer Seuche betroffen und z. B. mit einem Vermarktungsverbot belegt! Dann übernimmt eine Ertragsschadenversicherung den finanziellen Ausfall.
Afrikanische Schweinepest
Jäger fordern bessere Bekämpfung
01.09.2021 — Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den "ineffektiven Flickenteppich von Zuständigkeiten und Vorschriften" bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kritisiert. Eine Eindämmung der Tierseuche sei nur möglich, wenn Ausbruchsherde künftig schnell isoliert würden, heißt es in einem 16-Punkte-Papier.

xs

sm

md

lg

xl