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EU-Aktionsplan für Ökolandbau

Nachfrage nach Ökolebensmitteln soll massiv angekurbelt werden

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Die Europäische Kommission will offenbar die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln massiv ankurbeln. Wie aus dem AGRA-EUROPE vorliegenden Entwurf eines Aktionsplans für den ökologischen Landbau der Brüsseler Behörde hervorgeht, ist es zudem das Ziel, das Verbrauchervertrauen in Ökoprodukte und die Sicherstellung der Produktionsstandards zu stärken. Brüsseler Kreisen zufolge soll die offizielle Vorstellung der Pläne am Mittwoch kommender Woche erfolgen.


Konkret soll zur Stimulierung der Nachfrage nach Ökolebensmitteln das EU-Biosiegel intensiver beworben werden. Ferner ist vorgesehen, Investitionsmaßnahmen innerhalb des Sektors im Rahmen der ländlichen Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stärker zu fördern. Überdies sollen kontinuierlich Daten über die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorteile des Ökolandbaus gesammelt und regelmäßig präsentiert werden. Hierzu sei auch der verstärkte Einsatz sozialer Medien vorgesehen.
Zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Bioprodukten ist laut dem Kommissionsentwurf der Aufbau einer Datenbank mit Zertifikaten aller EU-Hersteller geplant. "Später" solle auch die Aufnahme von Herstellern aus relevanten Drittstaaten Teil dieser Datenbank werden. Des Weiteren will die Brüsseler Behörde die Registrierung der zuständigen Behörden und Kontrollstellen zur digitalen Unterzeichnung von Inspektionszertifikaten über das Instrument TRACES voranbringen. Dieser papierlose Prozess verringert nach Auffassung der Kommissionsbeamten den Verwaltungsaufwand und das Risiko der Fälschung von Dokumenten.
Zur Erreichung des Green-Deal-Ziels von 25 % ökologisch bewirtschafteter Agrarflächen sieht der Aktionsplanentwurf außerdem vor, die GAP-Reform zu nutzen und über die Strategiepläne der Mitgliedstaaten und den dort vorherrschenden spezifischen Bedürfnissen den Ökolandbau konkret zu fördern. Außerdem will Brüssel zur Unterstützung des Sektors technische Hilfen bereitstellen sowie den Austausch bewährter Verfahren und Innovationen im Bereich der Bioproduktion unterstützen. Schließlich soll auf eine uneingeschränkte Nutzung einschlägiger GAP-Instrumente wie Agrarumweltmaßnahmen und Umweltmanagementverpflichtungen zur Entwicklung des ländlichen Raums gedrängt werden.
Zur Optimierung der Nachhaltigkeit innerhalb des Sektors sieht der Entwurf für den Aktionsplan unter anderem vor, dass für den Ökolandbau zur Verringerung seines ökologischen Fußabdrucks in Zusammenarbeit mit Interessengruppen ein Pilotnetzwerk für CO2-Neutralität eingerichtet wird. Angedacht ist dabei auch eine Mission im Bereich Bodengesundheit zur Unterstützung der Kohlenstoffanreicherung. Zugleich solle eine Verbesserung der genetischen Biodiversität und Steigerung der Erträge im Ökolandbau angestrebt werden, heißt es im den Entwurf. AgE (22.03.2021)
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