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Jagdgesetz

Novelle soll für Ausgleich zwischen Wald und Wild sorgen

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Einen angemessenen Ausgleich zwischen Wald und Wild verspricht sich der Bund von der umstrittenen Novellierung des Bundesjagdgesetzes (BJagdG), die das Bundeslandwirtschaftsministerium vergangene Woche in Form eines Referentenentwurfs vorgelegt hat. "Mit dem Gesetz wollen wir einen tragfähigen Ausgleich zwischen Wald und Wild erreichen und gewährleisten, dass Jungpflanzen auch ohne Zaunschutz aufwachsen können. Das ist entscheidend für den klimaresistenten Waldumbau", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute anlässlich der Vorstellung des Referentenentwurfs.


Mit der Neufassung des Bundesjagdgesetzes soll außerdem eine bundeseinheitliche Regelung für die Zertifizierung von Büchsenmunition mit optimaler Tötungswirkung bei gleichzeitiger Bleiminimierung geschaffen werden. "So wenig Blei wie nötig, so viel Tierschutz wie möglich - das ist die Maxime", so die CDU-Politikerin. Für eine verbesserten Tierschutz und eine erhöhte Sicherheit bei der Jagd soll ein Schießübungsnachweis zur Voraussetzung für die Teilnahme an einer Gesellschaftsjagd werden. Daneben soll es künftig bundeseinheitliche Vorgaben für höhere und umfassendere Anforderungen bei der Jäger- und Falknerausbildung geben.
Daneben will Ressortchefin Klöckner mit dem Gesetzentwurf die Ergebnisse ihres Waldgipfels vom September 2019 umsetzen. So soll unter anderem die behördliche Abschussplanung für Rehwild abgeschafft werden. Stattdessen setzt der Bund auf Eigenverantwortlichkeit vor Ort, mit direkten Absprachen zwischen der Jagdgenossenschaft und dem Jagdausübungsberechtigtem.
Eine Waldverjüngung soll künftig im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen möglich sein. Dazu sollen mit der Novelle der Hegebegriff sowie verschiedener Zielvorgaben im Bundesjagdgesetz ergänzt werden. Der Gesetzentwurf geht nun zunächst in die Verbändeanhörung und nach der Sommerpause ins Bundeskabinett. AgE (28.07.2020)
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