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Ausweisung Roter Gebiete

Ost-Bauernverbände warnen vor Benachteiligung von Trockengebieten

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Die ostdeutschen Bauernverbände fordern Änderungen am vorliegenden Entwurf einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) des Bundes zur Ausweisung nitratbelasteter und eutrophierter Gebiete. Es sei notwendig, Trockengebiete in der Vorlage stärker zu berücksichtigen als bislang vorgesehen, heißt es in einem Schreiben der Verbandspräsidenten der neuen Länder an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Darin warnen die Präsidenten vor einer ungerechtfertigten Benachteiligung aufgrund zufälliger klimatischer Bedingungen.
Ihren Angaben zufolge lässt der bisherige AVV-Entwurf die besonderen geographischen und klimatischen Gegebenheiten der östlichen Bundesländer als Trockenregionen unberücksichtigt. Diese seien geprägt von großen Gebieten mit Niederschlägen unter 500 mm im langjährigen Jahresmittel sowie einer negativen klimatischen Wasserbilanz. Damit verdunste mehr Wasser als es Niederschläge gebe.
Der Modellierungsansatz des Bundeslandwirtschaftsministeriums beziehe sich jedoch auf das Sickerwasser, also das tatsächlich den Boden durchdringende Wasser. Bei einer negativen klimatischen Wasserbilanz fehle dieses Wasser nahezu, mit dem Risiko hoher modellierter Nitratkonzentrationen im Sickerwasser. Als Folge befürchten die Verbände die Ausweisung großflächiger Roter Gebiete mit starken Restriktionen bei der Bewirtschaftung. AgE (17.07.2020)
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