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Reinigung

Sauber machen?!

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Copyright: agrarKids
Wenn du im Kunstunterricht oder auch zuhause ein Bild mit Pinsel und Farben malen willst, dann weißt du, wie wichtig es ist, den Pinsel immer zwischendurch zu reinigen. Nämlich dann, wenn du die Farbe wechselst. Tust du das nicht oder nicht gründlich, dann bringst du anschließend mit Sicherheit eine Farbe auf das Papier, die du nicht willst. Außerdem verunreinigt man dadurch auch noch den neuen Farbtopf. Wer mag das schon? Und wenn am Ende ein schönes Bild dabei herauskommt, du aber keine Lust mehr hast, jetzt noch den Pinsel mit viel Wasser sauber zu waschen - ja dann, wartet auf dich beim nächsten Malen eine neue, böse Überraschung - weil der Pinsel dann hart und unbrauchbar geworden ist. Sauber machen ist ja oft schon lästig, aber was hilft es?
Bestimmte Dinge müssen im Leben aus guten Gründen gemacht und gelernt werden. Und tröste dich, den Erwachsenen geht es genauso wie dir! Auch in der Landwirtschaft ist die Gerätereinigung besonders im Pflanzenschutz ganz wichtig. Warum ist das so? Die Pflanzenschutzspritze ist ja so was wie ein Mehrzweck-Behälter. Der Landwirt nutzt sie nicht nur für eine Sache, sondern für mehrere.
Er braucht für unterschiedliche Ackerkulturen verschiedene Behandlungsmittel – zum Teil einzeln, zum Teil kombiniert, und dann noch zu unterschiedlicher Anwendungszeit Mal geht es um Unkräuter im Mais, mal gegen Pilze im Getreide, mal gegen Schädlinge in Raps oder Kartoffeln. Und dann wird die Spritze ja auch vielfach zum Ausbringen von Flüssigdünger eingesetzt. Beim Wechsel jeder Behandlung ist es dann wie bei deinen Farbkästen: Es darf sich nichts vermischen und Reste müssen gründlich ausgewaschen werden, bevor die nächste Arbeit mit der Spritze beginnt.
Das ist deshalb wichtig, weil Pflanzenschutzmittel Medizin ist, die immer nur bei einer ganz bestimmten Anwendung richtig wirkt. Verbleiben Reste der letzten Behandlung in der Spritze und wird eine neue Behandlung im Spritzbehälter angesetzt, können Schäden an der nächsten zu behandelnden Kultur auftreten. Der Landwirt muss also nach jedem Gebrauch die Spritze sehr gewissenhaft reinigen und zwar innen und außen.
Es kommt aber auch darauf an, wo gereinigt wird, weil es bei jedem Umgang mit Pflanzenschutzmitteln auch immer um den Umweltschutz geht. Dabei muss insbesondere verhindert werden, dass solche Stoffe in Gewässer gelangen, also in Bäche, Teiche, Seen oder ins Grundwasser. Vorteilhaft ist deshalb die Reinigung auf dem Feld. Das funktioniert gut, weil immer mehr Spritzen mit automatischen Reinigungsprogrammen und auch Spülbehältern mit Frischwasser ausgestattet sind. Einen Schritt weiter geht die
Entwicklung einer Feldspritze, die im folgenden beschrieben wird.
Es handelt sich dabei um eine Spritze, bei der der gesamte Tank in fünf verschiedene
und voneinander getrennte Behälterbereiche aufgeteilt ist. Jede dieser Kammern,
die zwischen 500 und 4.500 Litern unterschiedlich groß sind, kann einzeln genutzt
werden – entweder für Grundbrühe (Pflanzenschutzmittel, das bereits im Wasser aufgelöst
ist) oder nur für Wasser. Ein sehr schnell arbeitendes Einspeisungssystem kann bei Bedarf
zusätzliches Pflanzenschutzmittel (bis zu drei verschiedene) in die Kammern hinzu dosieren. Dazu hat der Landwirt im Schlepper ein Computerterminal, mit dem er Programme und Abläufe vollautomatisch steuern kann.
Besonders wirkungsvoll ist die Reinigung dieser Pflanzenschutzspritze geregelt. Denn trotz der verschiedenen Bereiche erfolgt immer eine komplette Innenreinigung von Leitungen, Düsen und Kammern. Für diese Reinigung gibt es einen separaten Auffangbehälter, der die Reinigungs-Brühe aufnimmt, wenn sie nicht auf dem Feld ausgebracht werden soll.
Die Vorteile im Überblick

- einfache, wirkungsvolle und schnelle Reinigung des gesamten Tank- und Leitungssystems

- Einsparung von Pflanzenschutzmitteln

- genaue und sehr schnelle Dosierung der Pflanzenschutzmittel in unterschiedlichen
Tankbereichen

- fachgerechte Entsorgung der Reinigungs-Brühe

- anwenderfreundliche Bedienung ohne häufiges Auf- und Absteigen vom Traktor



Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(27.06.2020)
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