Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Covid-19

Schlachtunternehmen werden zu Corona-Hotspots

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
In Deutschland haben Fleischunternehmen immer stärker mit Corona-Infektionen ihrer Mitarbeiter zu kämpfen. Nach Hunderten von Positivtests bei Müller Fleisch in Birkenfeld und der vorsorglichen Schließung des Vion Rinderschlachthofs in Bad Bramstedt hat es nun auch die Westfleisch in Coesfeld getroffen. Wie die dortige Kreisverwaltung am Montag mitteilte, war zuletzt ein deutlicher Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis festzustellen; ein Großteil davon entfalle auf Beschäftigte des Fleischwerks. Bereits in der Vorwoche sei nach ersten Ansteckungsbefunden mit verstärkten Testreihen bei Westfleisch-Mitarbeitern begonnen worden, weshalb die Fallzahlen nun gestiegen seien.
Laut Presseberichten sollen sich 64 Mitarbeiter des Westfleisch-Werkes in Coesfeld mit Covid-19 angesteckt haben, wobei es sich laut der Ärztin Celine Klostermann von Kreisgesundheitsamt meist um milde Verläufe handelt. Ihr zufolge kann die Produktion im Fleischcenter weiterlaufen; sie werde aber vom Kreisgesundheitsamt überwacht. Das Unternehmen setze umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen um. Nach Angaben von Firmensprecher Philipp Ley hat die Westfleisch bereits zu Jahresbeginn eine Pandemie-Sonderkommission eingerichtet, und im Werk werde in klar abgegrenzten Kleingruppen gearbeitet. Alle Mitarbeiter trügen Schutzkleidung und vor dem Werkstor werde Fieber gemessen.
Auch in anderen Ländern machen der Fleischindustrie die Corona-Infektionen von Mitarbeitern zu schaffen. In Australien musste Anfang dieser Woche das Unternehmen Cedar Meat mit 400 Beschäftigten seine Tore schließen, nachdem gut 10 % der Belegschaft positiv auf Corona getestet worden waren. In Spanien sind beim neuen Großschlachthof Literia Meat bei Huesca annähernd 200 Arbeiter an Covid-19 erkrankt; der Betrieb läuft mit verringerter Kapazität weiter. Gewerkschaften werfen dem Schweineschlachter vor, gegen Arbeitsschutzauflagen verstoßen zu haben und haben Beschwerden beziehungsweise Klagen eingereicht. In Brasilien soll es Medienberichten zufolge weit mehr als 100 infizierte Schlachthofmitarbeiter in neun Unternehmen geben. In den USA wurden mehrere Großschlachter wegen Corona-Fällen geschlossen, die US-Präsident Donald Trump per Eilverordnung aber wieder öffnen will. AgE (07.05.2020)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Corona-Pandemie
Mehrheit der Verbraucher fühlt sich im LEH und in Restaurants gut geschützt
05.01.2021 — Ein Großteil der deutschen Verbraucher fühlt sich beim Einkauf oder bei Restaurantbesuchen gut vor möglichen Corona-Infektionen geschützt. Das zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag der Verbraucher Initiative und dem Unternehmen dm-drogerie kurz vor den Weihnachtsfeiertagen durchgeführt hat.
Covid-19-Impfung
Impfzentren auch in ländlichen Räumen startklar
19.12.2020 — Der Deutsche Landkreistag (DLT) ist zufrieden mit den Vorbereitungen für die voraussichtlich nach Weihnachten anlaufenden Covid-19-Impfungen. "Über die Verteilung der Impfzentren und den Einsatz von mobilen Teams ist eine flächendeckende Versorgung gewährleistet", erklärte DLT-Pressesprecher Dr. Markus Mempel heute gegenüber AGRA-EUROPE.
Coronafolgen
Das Klima profitiert vom weltweiten Lockdown
15.12.2020 — Im Corona-Jahr 2020 dürften die weltweiten Kohlendioxydemissionen kräftig sinken. Nach Berechnungen des Forschungsnetzwerks Global Carbon Project (GCP) wird der CO2-Ausstoß aus fossilen Quellen gegenüber 2019 um schätzungsweise 2,4 Mrd t beziehungsweise 7 % auf rund 34 Mrd t zurückgehen. Der coronabedingte Dämpfer dürfte damit wesentlich kräftiger ausfallen als bei vorherigen Krisen.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Corona-Krise
"Lockdown-Frust" bei den Ferienbauernhöfen
10.12.2020 — Zunehmenden Frust durch das "Sonderopfer", das die landwirtschaftlichen Ferienhöfe durch Betriebsschließungen wegen der Corona-Pandemie bringen müssten, hat die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland (UaB), Ute Mushardt, beklagt.

xs

sm

md

lg

xl