Ernteprognose

Spanien rechnet offiziell mit einem Viertel weniger Wintergetreide

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In Spanien wird die Wintergetreideernte in diesem Jahr um fast ein Viertel kleiner ausfallen als in der vorherigen Saison. Das schätzt aktuell das Landwirtschaftsministerium in Madrid, allerdings auf der Basis von Daten der Autonomen Gemeinschaften vom 31 Mai. Zwischenzeitlich ist Südeuropa aber von einer heftigen Hitzewelle heimgesucht worden, weshalb die Ertragseinbußen noch höher ausfallen könnten. Der derzeitigen Prognose zufolge dürften die spanischen Landwirte insgesamt 15,05 Mio t Wintergetreide einfahren; das wären 23,1 % weniger als 2021.


Überdurchschnittlich große Verluste erwartet das Ministerium beim Weichweizen. Dessen Produktion wird laut der Vorhersage mit 5,64 Mio t um mehr als ein Viertel hinter dem Vorjahresergebnis bleiben. Die Hartweizenernte schätzt das Ministerium auf 652 800 t und damit um 12,2 % kleiner als 2021. Für die Gerste, die in der Statistik des spanischen Landwirtschaftsministeriums vollständig zum Wintergetreide gezählt wird, wurde eine Druschmenge von 6,96 Mio t in diesem Jahr erwartet, was gegenüber der Vorjahresmenge einem Rückgang um 22,5 % entspräche.
Die Haferernte wird vom Ministerium bei 976 800 t gesehen; das wären 18,5 % weniger als im vergangenen Jahr. Für Triticale wird von einer Verringerung der Produktionsmenge im Vorjahresvergleich um 22,9 % auf 604 300 t ausgegangen. Die Roggenernte soll mit 215 100 t um 28,6 % kleiner ausfallen. Dagegen rechnet das Ministerium mit einer im Vorjahresvergleich besseren Rapsernte. Sie werde mit 297 700 t um 37,5 % größer ausfallen als 2021. AgE (27.07.2022)
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