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Leben im Boden

Sparen Regenwürmer Kraftstoff?

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Copyright: agrarKids
In einer Handvoll Erde leben neben Würmern und Insekten auch unzählige Mikroorganismen. Diese gesamten Bodenbewohner machen die Erde letztendlich auch fruchtbar. Würmer und Insekten durchwühlen den Boden und lockern ihn auf. Mit ihrem Kot sorgen sie für eine krümelige Struktur und versorgen den Boden mit Stickstoff, Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Sind die Böden von der intensiven Landwirtschaft ausgelaugt, befinden sich wenig Mikroorganismen und Regenwürmer darin. Die kleinen Bodenaufbereiter finden in diesen Böden nicht genügend Nährstoffe, um zu überleben.
Die Felder werden meist mit Dünger pflanzengerecht versorgt und von der Getreideernte bleibt kaum etwas für die Bodenbewohner übrig. Sind wenig "Bodenwühler" vorhanden, wird der Boden fester. Die Pflanzen können den Boden kaum durchwurzeln und dieser speichert dann das Wasser schlechter. Am Wachstum erkennt der Landwirt, dass die Pflanzen auf ausgelaugten Böden weniger Blätter ausbilden und einen kleineren Wuchs aufweisen.
Dann muss der Landwirt nach der Ernte sein Feld sanieren. Um die Böden für Würmer, Insekten und Mikroorganismen wieder attraktiver zu machen, baut er Zwischenfrüchte zur Gründüngung an. Damit die Ernterückstände nicht faulen und zur Brutstätte für Schädlinge werden, kann er auch spezielle Mittel, sogenannte "Bodenaktivatoren", einsetzen. Auch Gülle und Kompostzusätze für den Mist helfen, die Aktivität der Bodenlebewesen und die Fruchtbarkeit des Bodens zu verbessern.
Eingesetzt wird der Bodenaktivator in der Landwirtschaft, im Obst- und Weinbau, im Gartenbau und in der Forstwirtschaft. Bereits nach einem Jahr Anwendung sieht der Landwirt die Erfolge. Der Boden ist krümelig und die Pflanzen haben eine gute Durchwurzelung. Auf dem Boden kann man wieder viele Wurmhaufen entdecken. Die Würmer düngen und lockern den Boden und verbessern dessen Humusgehalt. 100 Regenwürmer pro m² Boden helfen dem Landwirt schon sehr bei der Bodenbearbeitung. Er spart damit rund 20 Liter Kraftstoff pro Hektar.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(20.06.2020)
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