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Artenschutz in Nordrhein-Westf

Unterschriftenaktion zur Volksinitiative gestartet

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Unter dem Motto "Insekten retten - Artenschwund stoppen" haben die nordrhein-westfälischen Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) sowie die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) heute den Startschuss für die landesweite Volksinitiative Artenvielfalt gegeben. Für diese sollen in den nächsten Monaten mindestens 66 000 Unterschriften gesammelt werden. Diese sind für eine Behandlung der Initiative im Landtag notwendig.


Gefordert wird unter anderem die Beendigung des Flächenverbrauchs in Nordrhein-Westfalen. Bis 2025 sei dieser zunächst auf maximal 5 ha am Tag zu verringern, bis 2035 dann vollständig abzustellen. Daneben geht es den Initiatoren darum, denn Ökolandbau aktiv zu fördern. Flächen im Eigentum des Landes sollten schnellstmöglich nach den Grundsätzen des Ökolandbaus bewirtschaftet werden. Im Staatswald sei ein Fünftel der Fläche aus der forstlichen Nutzung zu nehmen. Daneben müsse durch Landesprogramme dazu beigetragen werden, dass auch außerhalb des Staatswaldes Forstflächen nicht mehr genutzt würden.
Zu den weiteren Forderungen gehört die Anlage von Gewässerrandstreifen, in denen die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln sowie von Gülle und Mineraldünger verboten ist. Daneben sei in Naturschutzgebieten die Ausbringung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern zu verbieten. Schließlich rufen die Verbände nach der Einrichtung eines Biotopverbundes bis 2025 auf mindestens einem Fünftel der Landesfläche, der Ausweisung eines Nationalparks Senne und mehr Artenschutz in der Stadt, etwa durch weniger Beleuchtung und eine tiergerechtere Architektur.
Begründet wird die Initiative von den Verbänden damit, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung bislang nicht ausreichend Willen zeige, dem dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt konsequent zu begegnen; vereinzelte Förderprogramme ersetzten keine Strategie. Darüber hinaus werde "dem Credo, die Wirtschaft zu 'entfesseln', alles untergeordnet".
Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser erwartet von der Volksinitiative einen Diskurs über Ziele und Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität. Gebraucht werde ein breites gesellschaftliches Bündnis für den Naturschutz. Ferner unterstrich Heinen-Esser das Engagement der Landesregierung zum Beispiel bei der Biodiversitätsberatung landwirtschaftlicher Betriebe und der Stilllegung von Staatswaldfläche. AgE (25.07.2020)
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