Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Wald

Vierte Bundeswaldinventur läuft an

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Nach mehrjähriger Vorbereitung werden in diesem Frühjahr die Feldaufnahmen zur vierten nationalen Bundeswaldinventur (BWI 2022) anlaufen. Diese wird von Bund und Ländern gemeinsam durchgeführt und vom Thünen-Institut für Waldökosysteme im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums koordiniert und ausgewertet. Wie das Thünen-Institut heute mitteilte, ist die Walderhebung gesetzlich alle zehn Jahre vorgeschrieben. Sie sei bereits zweimal durch Zwischeninventuren ergänzt worden. Somit werde ein Teil der Stichprobe innerhalb von 35 Jahren nun bereits zum sechsten Mal erfasst.


Laut TI werden die Ergebnisse der Bundeswaldinventur von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diesmal mit ganz besonderem Interesse erwartet. Sie dürften zeigen, welche Spuren die Dürre der letzten Jahre und die Massenvermehrung von Borkenkäfern bundesweit hinterlassen hätten. Generell schaffe die Bundeswaldinventur mit ihren vielfältigen Informationen eine wichtige Grundlage für forst-, wirtschafts- und umweltpolitische Entscheidungen. Allerdings sei erst im Jahr 2024 mit konkreten Resultaten zu rechnen.
Wegen der großen Waldfläche und immensen Zahl an Bäumen werde der Wald mit einem Stichprobenverfahren erfasst, so das Thünen-Institut. Die Probepunkte seien in einem systematischen Stichprobennetz über ganz Deutschland verteilt. Bei Feldaufnahmen würden bis Jahresende 2022 an etwa 80 000 Probepunkten Bäume und Totholz vermessen, Baumarten und Waldstrukturen erfasst, Probenmaterial für genetische Analysen gesammelt und viele weitere Daten erhoben. Dafür kämen elektronische Baumhöhen- und Entfernungsmesser, Durchmesser-Bandmaße, Satellitennavigations-Geräte sowie Feldcomputer und weitere Geräte zum Einsatz. Für die Inventur werden dem TI zufolge etwa 100 Trupps in einwöchigen Kursen geschult. Wegen der Corona-Pandemie seien in diesem Jahr dafür allerdings besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig. AgE (07.04.2021)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Waldklimafonds
Bundesregierung verlängert Unterstützung
01.04.2021 — Das Bundeslandwirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium haben die aktuelle Förderrichtlinie Waldklimafonds (WFK) bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Damit ist die Voraussetzung für neue Projekte aus dem Waldklimafonds über den 30. Juni dieses Jahres hinaus gegeben.
Waldzustandserhebung 2020
Schäden haben weiter zugenommen
26.02.2021 — Der Kronenzustand unserer heimischen Baumarten hat sich 2020 im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr weiter verschlechtert. Die anhaltende Dürre in den Vegetationszeiten 2018 - 2020 hat verbreitet dazu geführt, dass die Blätter vorzeitig abgefallen sind. Bei der Fichte begünstigte sie, dass sich Borkenkäfer weiter massenhaft vermehren. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Absterberate nochmals gestiegen.
Nachhaltiger Waldumbau
"Investitionsprogramm Wald" aufgestockt
25.02.2021 — Um noch möglichst viele förderfähige Anträge von Waldeigentümern bewilligen zu können, ist das "Investitionsprogramm Wald" um 15 Mio Euro aufgestockt worden. Für den nachhaltigen Waldumbau hat die Bundesregierung aus dem Corona-Konjunkturpaket für 2020 und 2021 insgesamt 50 Mio Euro an Zuschüssen für Forsttechnik bereitgestellt, die bereits komplett ausgeschöpft waren.
Versicherungen
Ertragsschadenversicherung (EVT)
Der Schutz vor finanziellen Einbußen bei größeren Tierbeständen. Fälle wie die Afrikanische Schweinepest machen deutlich: Seuchenprophylaxe auf dem eigenen Hof ist wichtig. Wie schnell sind Sie jedoch indirekt von einer Seuche betroffen und z. B. mit einem Vermarktungsverbot belegt! Dann übernimmt eine Ertragsschadenversicherung den finanziellen Ausfall.

xs

sm

md

lg

xl