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Technik auf dem Bauernhof

Voll in der Spur

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Copyright: AgrarKids
Automatische Lenksysteme sind auf dem Acker immer häufiger anzutreffen. Vielleicht sind ja solche Systeme auch bei dir im Betrieb schon im Einsatz. Da steuert der Traktor von selbst und der Fahrer schaut nur noch zu? Nein, er ruht sich nicht aus. Vielmehr kann er sich so viel besser auf die eigentliche Arbeit, also die Aussaat oder Erntearbeiten seines Fahrzeuges konzentrieren. Möglich ist das durch GPS, also exakte Standortinformationen per Satellit. Damit wird der Computer des Schleppers gefüttert und er übernimmt durch ein spezielles Steuerungssystem gleichzeitig die Lenkung und das präzise Halten der Spur auf dem Acker.
Nun ist das alles schön und gut mit der automatischen Lenkung des Traktors. Aber wie ist es denn mit den Anbaugeräten? Da wirst du vielleicht sagen: die werden doch vom Traktor einfach hinterher gezogen. Zum Leidwesen vieler Landwirte hält das Anbaugerät aber nicht immer Spur - egal, ob es per Hand oder automatisch gelenkt wird. Schwierig ist das besonders in Reihenkulturen: im ökologischen Landbau wird zum Beispiel viel mechanisch gehackt. Wenn man sich da verlenkt, nehmen die Pflanzen Schaden. Oder auf hängigem Gelände ist das ein Problem, wenn das Anbaugerät allein durch sein Gewicht aus der Spur zu geraten droht. Präzises Fahren wird auch bei der Anlage von Dämmen für Sonderkulturen, zum Beispiel bei Spargel, Kartoffeln oder Möhren verlangt. Da geht es also wirklich um Zentimeter!
Die Lösung ist ein spezielles Lenksystem für Anbaugeräte. Für Geräte, die an der Dreipunktaufhängung befestigt sind, kommt ein so genannter Verschieberahmen zum Einsatz. Daran angebracht ist eine kleine Computerbox, über die das Ganze gesteuert wird. Die Bedienung erfolgt über ein Computerterminal im Traktor (ISOBUS). Kommt also das Arbeitsgerät den Pflanzen zu nah, steuert der Verschieberahmen das Anbaugerät automatisch dagegen, ohne dass der Fahrer was tun muss. Die Daten für das Einhalten der exakten Spur erhält das System auf zwei Wegen. Immer dann, wenn Pflanzen bereits auf dem Feld wachsen, arbeitet das Lenksystem mit Ultraschall. Dabei sind spezielle Sensoren (Messinstrumente) auf dem Verschieberahmen angebracht. Sie liefern Messdaten für den Computer, so dass das Lenksystem immer für ausreichend Abstand von den Pflanzreihen sorgt.
Wachsen noch keine Pflanzen auf dem Feld, bezieht das Lenksystem die Daten für die exakte Spur direkt vom GPS-Satelliten. Das funktioniert mit dem Lenksystem perfekt; Abweichungen von plus/minus 3 cm werden damit spielend ausgeglichen. Für den Fahrer ist das eine Riesenentlastung. Er kann sich viel besser auf die Kontrolle seiner
Arbeitsergebnisse konzentrieren.
Geheimnisvoller Ultraschall
Ultraschall sind für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Schallwellen. Die Wellen werden ausgesendet und am Boden, wo sie auftreffen, wieder zurückgeworfen. Der Comuter kann daraus die exakte Position bzw. Abweichung bestimmen und das Anbaugerät über den Verschieberahmen korrigieren.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(25.02.2020)
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