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Corona-Konjunkturpaket

Waldeigentümer und Forstwirtschaft begrüßen Hilfsmaßnahmen

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Die im gestrigen Koalitionsausschuss beschlossenen 700 Mio Euro an Finanzhilfen für die Forstwirtschaft sind bei den Waldeigentümern auf ein positives Echo gestoßen. "Vor dem Hintergrund der bedrohlichen Situation im Wald ist das eine große Hilfe und ein wichtiges Signal an die vielen privaten und kommunalen Forstbetriebe, die angesichts der schweren Waldschäden und der zusammengebrochenen Holzmärkte unbedingt Unterstützung brauchen", erklärte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer, Hans-Georg von der Marwitz. Die Bundesregierung habe mit dem Rettungspaket der Systemrelevanz des Waldes Rechnung getragen. Bei der Umsetzung und konkreten Ausgestaltung der Hilfen werde man sich für einen schnellen, unbürokratischen und zielgenauen Einsatz der Finanzmittel stark machen, kündigte von der Marwitz an.
Auch Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats (DFWR), begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung, in den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes zu investieren. "Es ist ein starkes Signal an die Waldbesitzenden und Forstleute in Deutschland, die sich täglich für die Erhaltung des Waldes einsetzen", so Schirmbeck in einer ersten Reaktion auf das Konjunkturpaket. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung und der nachwachsende Rohstoff Holz spielten eine wesentliche Rolle für die Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Deutschland und eine gesunde, widerstandsfähige Gesellschaft..
Beim Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) wertet man das Konjunkturpaket als "Programm mit Licht und Schatten". So wollten die Koalitionäre prüfen, ob die Errichtung von Schnellladesäulen als Dekarbonisierungsmaßnahme der Mineralölwirtschaft behandelt werden könne, kritisiert der Verband. "Die Förderung der Infrastruktur für Elektromobilität ist sinnvoll, ihr Bau allein reduziert aber kein einziges Gramm CO2", monierte VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann. Gehe der Ausbau der Ladeinfrastruktur zu Lasten alternativer Kraftstoffe und begünstige damit die Mineralölindustrie, mache man den Bock zum Gärtner. Baumann befürchtet, dass durch die Anrechnung von Schnellladesäulen auf die deutsche Förderquote Biodiesel und Bioethanol verdrängt werden. AgE (05.06.2020)
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