Zucker

Weißes Gold oder süße Gefahr?

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: agrarKids
Zucker gehört ganz selbstverständlich auf unseren Speiseplan. Durchschnittlich
verbrauchen wir im Jahr über 30 kg Zucker. In den letzten 50 Jahren hat sich unser Zuckerverbrauch verdreifacht! In vielen Lebensmitteln ist Zucker enthalten, wo wir ihn gar nicht vermuten. Wisst ihr, dass z. B. in der Leberwurst oder im Pumpernickel jede Menge Zucker steckt? Und gar erst in einer Flasche Cola - 35 Stück Würfelzucker! In einer Portion Ketchup zu den Pommes sind zwei Löffel Zucker enthalten und der leckere Frühstücksjoghurt verbirgt drei Würfelzucker in sich. Zucker ist Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel zugleich. Er macht unser Essen lecker und verführerisch.


Dabei vergessen wir, dass unsere Vorfahren lange keinen Zucker kannten. Die ersten Zuckerrohrfunde sind gerade mal 1000 Jahre alt. Früher war Zucker ein Luxusgut und nur die reichen Leute konnten sich ihn leisten. Zum Süßen wurde eingekochter Traubensaft verwendet. Dann kam der Zucker mit den Kreuzfahrern nach Europa und wurde als Arznei genutzt. Man nannte ihn "das weiße Gold". Erst vor 250 Jahren entdeckte man den hohen Zuckeranteil in der Zuckerrübe, die ersten Zuckerrübenfabriken wurden gebaut. So konnte Zucker in größeren Mengen schnell produziert werden. Dadurch konnten sich nun alle Menschen Zucker leisten. 1840 wurde der erste Würfelzucker hergestellt.


Raffinierten Zucker gewinnen wir aus der Zuckerrübe in unseren Regionen oder aus Zuckerrohr in tropischen Gebieten. Alternativen zum Zucker sind pflanzliche Süßungsmittel wie Süßkraut, Süßholz oder Johannisbrot. Das Süßkraut, auch als Stevia bekannt, könnt ihr im Fachgeschäft kaufen und im Topf oder Blumenkasten wachsen lassen. Das Süßkraut stammt aus Südamerika und hat eine viel höhere Süßkraft als Zucker. Auch Honig ist zum Süßen bestens geeignet. Der im frischen Obst enthaltene Fruchtzucker (Fruktose) kann von unserem Organismus gut verarbeitet werden. Der für uns lebensnotwendige Zucker kann in unserem Körper aus Kohlenhydraten von Brot, Kartoffeln oder Nudeln selbst produziert werden. Wir sollten unseren Körper also nicht "Überzuckern". Zuviel ist schädlich und kann Krankheiten wie Karies, Übergewicht und Diabetes fördern.


Am Tag benötigen wir nicht mehr als 25 bis 30 Gramm Zucker, inklusive dem Zucker in Lebensmitteln. Kostet doch mal Naturjoghurt mit frischem Obst und etwas Honig oder einen selbst gemachten Eistee mit Honig. Die schmecken auch super lecker. Aber natürlich hat gegen ein Stück Schokolade in Maßen keiner etwas einzuwenden.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(23.09.2019)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Maisernte
Der Stärkste von allen
16.09.2019 — Die Maisernte ist schon in vollem Gange. Auf den Feldern im ganzen Land wird tonnenweise Futter für Ställe und Biogasanlagen gehäckselt. So auch beim Lohnunternehmen Henke in Wagenfeld. Das liegt mitten in Niedersachsen in Norddeutschland. In dieser Region gibt es viele Schweine- und Hühnerställe, aber auch viele Biogasanlagen.
Hühnerstall auf Rädern
Ei, ei, ei - ein Stall auf Rädern
09.09.2019 — "Hmmm, lecker!", sagt Mia und schiebt den Löffel mit Frühstücksei in den Mund. "Das freut mich, dass dir die Eier schmecken. Die kommen nämlich aus einem ganz besonderen Stall - einem Mobilstall", sagt Großmutter und zeigt auf die benachbarte Wiese. Dort mittendrin steht ein spitzes Häuschen.
Kinder
Tiere auf dem Bauernhof: das Schwein
12.09.2018 — Das Schwein stammt vom Wildschwein ab. Schon vor 9000 Jahren züchteten die Menschen verschiedene Schweinearten.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Kinder
Tiere auf dem Bauernhof: das Pferd
12.09.2018 — Das Pferd stammt vom Urpferd ab, es heißt Eohippus und lebte vor rund 60 Millionen Jahren. Eohippus hatte noch nicht viel mit unseren heutigen Pferden zutun. Er war etwa so groß wie ein Fuchs, lebte im Wald und ernährte sich von Blättern. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Tier weiter und passte sich immer wieder an die neuen Lebensbedingungen an.

xs

sm

md

lg

xl