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Ernteschätzung

Weniger Kirschen in Deutschland erwartet

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Die deutschen Obstbaubetriebe werden in diesem Sommer sehr wahrscheinlich eine deutlich kleinere Kirschenernte einfahren als 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage einer ersten Schätzung heute mitteilte, kann für Süß- und Sauerkirschen mit einer Gesamtpflückmenge von rund 53 500 t gerechnet werden; das wären 6 770 t oder 11 % weniger als in der Vorsaison. Spätfröste und Trockenheit in diesem Frühjahr hätten vielerorts zu Ertragseinbußen geführt, berichteten die Statistiker aus Wiesbaden. Trotz des sich abzeichnenden Rückgangs dürfte das heimische Kirschenaufkommen aber noch um 12 % über dem Zehnjahresdurchschnitt von 47 800 t liegen.
Besonders betroffen von widrigen Witterungsbedingungen ist in diesem Jahr der Süßkirschenanbau; die Ernte wird laut Destatis gegenüber 2019 voraussichtlich um 6 500 t oder 15 % auf 38 050 t zurückgehen. Gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre wird jedoch ein um 19 % höheres Pflückergebnis erwartet, was insbesondere auf die geringen Erntemengen der Jahre 2017, 2013 und 2012 zurückzuführen ist. Süßkirschen werden bundesweit auf einer Fläche von gut 6 000 ha angebaut; der Schwerpunkt der Erzeugung befindet sich mit 46 % der Anbauflächen in Baden-Württemberg. Dort soll die Kirschenernte gegenüber 2019 um 12 % auf gut 20 000 t abnehmen.
Bei den Sauerkirschen werden sich nach Einschätzung der Wiesbadener Statistiker die Ertragseinbußen in Grenzen halten; die erwartete Erntemenge liegt mit 15 440 t nur um knapp 2 % unter dem Vorjahresniveau. Das Aufkommen dürfte damit aber etwas unter dem Zehnjahresmittel von 15 700 t liegen. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Fläche mit Sauerkirschen in der vergangenen Dekade um etwa ein Drittel abgenommen habe und sich bundesweit nur noch auf gut 1 800 ha belaufe, erläuterte Destatis. Die bundesweit wichtigsten Anbauregionen liegen mit 562 ha in Rheinland-Pfalz sowie mit 277 ha in Baden-Württemberg. Beide Bundesländer können 2020 mit einem Ernteplus rechnen, und zwar von 7 % im Baden-Württemberg und 9 % in Rheinland-Pfalz. AgE (30.06.2020)
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