Erntebericht

Winterweizendrusch in Hessen gestartet

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In Südhessen und im Hessischen Ried hat die Winterweizenernte begonnen. Wie der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Karsten Schmal, heute bei einem Pressegespräch auf dem Geflügelhof Strauß in Reinheim berichtete, wird in dem Bundesland ein durchschnittliches Weizenaufkommen erwartet. Unterdessen sei die Kampagne bei der Wintergerste nach einem frühen Beginn bereits bis in die höheren Mittelgebirgslagen vorangeschritten.


Nach den ersten Ertragsmeldungen rechnet Schmal nun in Hessen mit einem durchschnittlichen bis guten Ergebnis bei der Wintergerste. Allerdings hätten die Hitzetage Ende Mai und Anfang Juni sowie ausbleibender Niederschlag die ursprünglichen Hoffnungen etwas getrübt. Je nach Niederschlagsverteilung in der kritischen Phase der Kornfüllung seien regional größere Ertragsunterschiede zu erwarten.
Indes rechnet der HBV-Präsident mit Blick auf den Raps unter dem Strich mit guten Erträgen. Die Bestände zeigten in weiten Teilen des Landes eine gleichmäßige Blüte und befänden sich in einem erfreulich guten Zustand. Allerdings habe die Hitzewelle den Pflanzen in südlicheren Anbaugebieten zugesetzt. Als Reaktion auf die derzeit guten Preise dürften die Landwirte die Aussaatfläche im Herbst vergrößern, so Schmal. Weiterhin fehle es an Sonnenblumenöl aus der Ukraine.
Nach Angaben des Verbandspräsidenten ist die Heuernte in Hessen mit guten Erträgen weitestgehend abgeschlossen. Derweil hätten sich die Herbstkulturen - Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln - sehr gut entwickelt. Damit sie ihr Potential voll ausschöpfen könnten, brauchten sie in den nächsten Wochen allerdings ausreichend Regen. Bei den Zuckerrüben komme es nämlich zum Teil zu "schlafenden" Beständen; an heißen Tagen erschlafften die Rübenblätter und lägen auf dem Boden. Auch beim Mais fehlten Niederschläge.
Schmal bezeichnete den Klimawandel als "das größte Problem der Gegenwart und der Zukunft". Außerdem seien Märkte, Preise und Warenströme im Umbruch; der Krieg in der Ukraine erfordere ein Umdenken. Darüber hinaus müssten die bisherigen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz sowie beim Tierwohl und bei der Artenvielfalt weiterhin angegangen werden. AgE (13.07.2022)
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