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DTR-Blattfleckenkrankheit (Drechslera tritici-repentis)

Blattkrankheit, die seit den achtziger Jahren besonders nach Vorfrucht Weizen mit zunehmender Tendenz auftritt und in hohem Maße ertragsschädigend ist. Vor allem wärmere Gebiete in Süddeutschland sind gefährdet. In extremen Jahren auch im Norden mit hohen Populationen auftretend.

Krankheitsbild

Nach Wolf (1991) können die Symptome in vier Stadien unterteilt werden:

  1. Spotstadium - An der Initialinfektionsstelle wird 2 Tage nach Infektion eine dunkle Verfärbung sichtbar, die sich nach 3 bis 4 Tagen zu einem deutlich schwarzen Spot entwickelt.
  2. Spot mit Chlorose - Nahezu parallel (4 bis 6 Tage nach Infektion) kommt es zur Bildung von Chlorosen, deren Form und Größe von Umweltfaktoren und Sortenreaktion abhängig ist.
  3. Nekrose - Entwicklung der Chlorose zur Nekrose (6 bis 8 Tage nach Infektion); das Erkennen der Sporulation ist nur mittels optischer Hilfsmittel möglich.
  4. Blattkollaps - Zusammenfließen der Nekrosen; maximale Sporulation.

wdtr
Quelle: Syngenta

Befallsfördernde Faktoren

  • Weizen nach Weizenvorfrucht
  • Anfällige Sorten
  • Schlechte Stroheinarbeitung
  • Feuchtwarme Witterung

Bekämpfung

Neben einer ausgewogenen Fruchtfolge kommt der Stoppelbearbeitung eine gewichtige Rolle zu. Der Erreger muss aufgrund seines hohen Vermehrungs- und Schadpotentials bereits bei geringem Befall nachhaltig bekämpft werden.

Auftreten während der Vegetation

Wachstumsstadien

vwdtr

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Ermitteln der Befallshäufigkeit

Tipp: Unspezifische Läsionen sollten mittels optischer Hilfsmittel auf Sporulation untersucht werden

Erstbehandlung Zweitbehandlung
Ab BBCH 32 Bestandskontrolle:
> 5% befallene Pflanzen,
F-5 – F-4 BBCH 33-39,
F-4 – F-3 BBCH 41-49,
F-3 – F-2 BBCH 51-59
Nach Ablauf der protektiven Leistung des eingesetzten Fungizids erneute Bestandskontrolle:
> 5% befallene Pflanzen
Fungizideinsatz Fungizideinsatz
Hinweis: Hinweis:
Weisen 5% der Pflanzen ab BBCH 32 (bei einer Stichprobe von 30 Pflanzen = 1,5 Pflanzen) einen Befall auf F-4 oder höher auf, dann behandeln. Wird nach Ablauf der protektiven Leistung des eingesetzten Fungizids auf oberen Blattetagen erneuter Befall festgestellt, dann behandeln.

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