Lebensmittel im Schnitt um 0,9 Prozent teurer als im Vorjahr

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Die Verbraucher in Deutschland haben im August beim Einkauf ihrer Lebensmittel tiefer in die Tasche greifen müssen als vor einem Jahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilte, verteuerten sich Nahrungsgüter im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 0,9 %. Im Juli hatten die Lebensmittelpreise im Mittel um 1,1 % höher gelegen als vor Jahresfrist, im Juni nur um 0,1 %. Damit lag die Teuerungsrate für Nahrungsmittel erneut über derjenigen für alle Waren und Dienstleistungen, die das Bundesamt für August mit 0,4 % angab. Die laut Destatis „niedrige Inflationsrate“ war maßgeblich auf weiter gesunkene Energiepreise zurückzuführen; ohne diese Warenposition hätte die allgemeine Teuerungsrate bei 1,1 % gelegen.
Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker wurden im Bereich Nahrungsmittel insbesondere Obst und Gemüse teurer angeboten als vor einem Jahr, und zwar im Schnitt um 4,2 % beziehungsweise 5,3 %. Überdurchschnittliche Preisanhebungen gab es dabei für Kartoffeln und Zitrusfrüchte mit jeweils 11 % sowie bei Kohl und Kopfsalat mit jeweils 15 %. Im Schnitt 5,5 % mehr Geld anlegen mussten die Verbraucher zudem beim Einkauf von Speisefetten und -ölen. Hier sorgte der Anstieg der Preise für Butter um 7,8 % und Olivenöl um 8,3 % für höhere Ausgaben.
Zu praktisch unveränderten Preisen konnten die Konsumenten laut Destatis im Vergleich zum August 2015 Fleisch und Fleischwaren sowie Brot und Getreideerzeugnisse kaufen. Zu den wenigen Warengruppen, für die weniger Geld ausgegeben werden musste, zählten neben Kaffee, Tee und Kakao weiterhin die Molkereiprodukte. Im Mittel lag das Preisniveau um 6,4 % unter dem Vorjahreswert. Vor allem Quark und Sahne waren in den Läden günstiger, und zwar um 18 % beziehungsweise 16 %. Der Preis für H-Milch lag 12 % unter dem Vorjahresniveau, und Frischmilch war 10 % günstiger als vor Jahresfrist. AgE (14.09.2016)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

BMEL-Sicht
Keine Zukunft für Energiemais
26.04.2024 — Das Bundeslandwirtschaftsministerium sieht keine längerfristige Zukunft für den Biogasmais. Vielmehr herrscht im BMEL laut Abteilungsleiter Schmied angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels die Einschätzung vor, dass in Zukunft die Flächen dringend für die Nahrungsmittelerzeugung gebraucht werden. Der Energiemais könne da nicht das "Zukunftsmodell der deutschen Landwirtschaft" sein.
DBV zu GAP-Änderungen
EU-Parlament setzt wichtiges Signal
25.04.2024 — Der DBV hat die große Mehrheit des Europaparlaments für die GAP-Änderungen begrüßt. Laut Bauernpräsident Rukwied haben die Abgeordneten damit die zentralen Anliegen der europäischen und deutschen Landwirte für mehr Bürokratieabbau, Entlastung und Praxistauglichkeit bei der Umsetzung der EU-Agrarförderung unterstützt. Rukwied fordert weitere Entbürokratisierungsinitiativen.
Wölfe in Sachsen
Zahl illegaler Tötungen verdoppelt
25.04.2024 — Die bekannten Fälle an illegalen Wolfstötungen in Sachsen haben sich im Monitoringsjahr 2023/24 auf vier verdoppelt, wobei laut Einschätzung der Behörden von einer höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Todesursachen waren der Abschuss und Verletzungen durch Köder. Insgesamt wurden 2023/24 in Sachsen 33 tote Wölfe erfasst, von denen die meisten im Straßenverkehr ums Leben kamen.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Pflanzenschutzmittel
Rückstände fast immer im Rahmen
24.04.2024 — Bei in der Europäischen Union vermarkteten Lebensmitteln bewegen sich die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln meist innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Das hat der jährliche Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit auch für 2022 bestätigt. In den Mitgliedstaaten kamen insgesamt 110.829 Proben ins Labor. Davon wurden 96,3% nicht beanstandet. Noch besser fiel die Quote bei dem vom der EU koordinierten Kontrollprogramm aus.

xs

sm

md

lg

xl