Europaparlament lehnt Anbau transgener Pflanzen weiter ab

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Die Mehrheit der Abgeordneten im Europäischen Parlament hat sich gegen den Anbau von drei gentechnisch veränderten Maissorten und die Importzulassung für transgene Baumwolle ausgesprochen. Mit dem heutigen Abstimmungsergebnis folgten sie der Empfehlung des Umweltausschusses von Montag. Außerdem bekräftigten die Parlamentarier ihre Forderung nach einer Reform des Zulassungsverfahrens für gentechnisch-veränderte Organismen (GVO) in der EU.
Die Europaabgeordneten befürchten unter anderem, dass Mais der Linie Bt11 und 1507 „Nicht-Ziel“-Arten von Schmetterlingen und Motten zu stark schädigt. Kritik äußerten sie an dem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingeführten Begriff der „akzeptablen lokalen Mortalität“ für diese Lepidopteren-Arten. Zum transgenen Mais MON 810 fehlen ihnen zudem Daten zur möglichen Kreuzkontamination durch die invasive Pflanzenart Teosinte, die Ursprungspflanzenart von Mais, die sich derzeit in Frankreich und Spanien verbreitet. Dies könne ein „großes Risiko für Landwirte und Umwelt“ darstellen, erklärte das EU-Parlament.
Die Ablehnung durch die Abgeordneten ist für Rat und Kommission nicht bindend. Die Mitgliedstaaten können sich bei der voraussichtlich im November bevorstehenden Abstimmung für den Anbau aussprechen. Sollte keine qualifizierte Mehrheit erzielt werden, kann die EU-Kommission nach Anrufung des Berufungsausschusses den Anbau zulassen. Die Mitgliedstaaten können dann allerdings Anbauverbote für ihr Territorium beantragen. AgE (09.10.2016)
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