Schmidt kritisiert nachlassende Reformbereitschaft im Molkereisektor

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Besorgt über den Verlauf und die Ergebnisse des „Milchstrukturgesprächs“ in dieser Woche in Berlin hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt geäußert. „Die steigenden Milchpreise lassen eine nachlassende Bereitschaft zu notwendigen Strukturreformen erkennen“, erklärte der Minister gegenüber AGRA-EUROPE.
Die Strukturen müssten anpassungsfähiger werden, damit zukünftige Marktschwankungen in der Wertschöpfungskette besser aufgefangen werden könnten, betonte der CSU-Politiker. Er bekräftigte zugleich seine Bereitschaft, die Branche „auf dem Weg zu zukunftsfesten Strukturen“ zu unterstützen.
Der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Thomas Memmert, wies bei dem Treffen erneut Forderungen nach externer Einflussnahme oder gar rechtlichen Vorgaben zur Änderung der genossenschaftlichen Lieferbeziehungen zurück. Solche Eingriffe wirkten kontraproduktiv auf die genossenschaftsinternen Willensbildungsprozesse und bedrohten in der Konsequenz auch erfolgreiche genossenschaftliche Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen.
Die Molkereigenossenschaften seien sich der Herausforderung bewusst, das eigene Geschäftsmodell kontinuierlich zu überprüfen und bei Bedarf zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln, betonte Memmert. Die bisherigen Beratungen zeigten aber, dass aus Sicht der Genossenschaftsmitglieder an den Grundlagen der Lieferbeziehung, der Abnahme- und Andienungspflicht wegen der damit verbundenen Sicherheit auf schwankenden Märkten, festgehalten werden solle. AgE (02.12.2016)
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