Schwaches Agrargeschäft der BayWa drückt den Gewinn

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Die angespannte Lage auf den globalen Agrarmärkten hat das wirtschaftliche Ergebnis der BayWa AG im vergangenen Jahr negativ beeinflusst. Wie der Münchner Handels- und Dienstleistungskonzern heute auf der Grundlage vorläufiger Geschäftszahlen mitteilte, fiel das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) mit 144,7 Mio Euro um 13,4 Mio Euro oder 8,5 % geringer aus als 2015. Den Umsatz konnte das Unternehmen dagegen um etwa 400 Mio Euro auf rund 15,3 Mrd Euro steigern.
Laut BayWa hat 2016 eine weltweit komfortable Versorgungslage mit Agrarrohstoffen am Weltmarkt den anhaltenden Preisdruck verstärkt. Wechselnde und zum Teil gegenläufige Marktprognosen hätten, wie beispielsweise im internationalen Sojahandel, zu teilweise extremen Volatilitäten geführt und die gesamte Branche belastet. „Auch die BayWa konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen, so dass das Agrargeschäft die Erwartungen nicht erfüllen konnte“, stellte der Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz fest. Allerdings habe der Konzern einmal mehr von seiner breiten Aufstellung profitiert. So hätten das internationale Obstgeschäft sowie die regenerativen Energien beim Geschäftsergebnis überzeugt und einen positiven Beitrag zum Gesamtresultat beigesteuert.
Neben den Geschäftsfeldern Obst und Energie hat sich der BayWa zufolge im vergangenen Jahr auch das Baustoffgeschäft gut entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Lutz optimistisch und erklärte: „Die insgesamt positiven Perspektiven auch im Agrarhandel lassen uns für 2017 wieder deutliche Steigerungen beim Ergebnis erwarten.“ Er kündigte an, dass der Vorstand dem Aufsichtsrat der BayWa vorschlagen werde, eine unveränderte Dividende von 0,85 Euro pro Aktie zu zahlen. Die ausführlichen Geschäftszahlen für 2016 will der Agrarhandelskonzern mit der Bilanz am 30. März 2017 veröffentlichen. AgE (06.03.2017)
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