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Agrarhandel verschafft RWZ Umsatz- und Ergebnissteigerung

Entgegen dem Markttrend in wichtigen Geschäftsbereichen hat die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 gute Ergebnisse im Agrarhandel erwirtschaftet. Wie das Unternehmen heute in Köln berichtete, konnte der Umsatz um 1 % auf rund 2,4 Mrd Euro gesteigert werden; beim Rohertrag wurde ein Plus von 2 % auf 241 Mio Euro verzeichnet. Eine „gute Performance“ meldete die RWZ vor allem beim Handel mit Getreide und Kartoffeln sowie bei den Betriebs- und Futtermitteln und auch den Tochtergesellschaften. Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte um 1 % auf 14 Mio Euro. Das Jahresergebnis (EBT) hätte sich ohne außerordentliche Ausgaben für die Restrukturierung von 11 Mio Euro auf 8 Mio Euro belaufen; so verblieb jedoch ein Konzernverlust von 3 Mio Euro vor Steuern.

Als „noch unbefriedigend“ bewertete der Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes das Ergebnisniveau, auch wenn das Unternehmen „einen Schritt nach vorne“ gemacht habe. Bis 2019 werde die RWZ daher ein umfassendes Programm zur Neuausrichtung durchlaufen und sich partiell restrukturieren. Damit solle die Möglichkeit geschaffen werden, in den „profitablen Kern“ investieren zu können und die Voraussetzungen für ein profitables Wachstum zu verbessern. Mit Blick auf das erste Quartal 2017 sieht Kempkes die RWZ bislang „auf Kurs“.

Beim Handel mit Agrarerzeugnissen erzielte die RWZ 2016 im Getreide- und Ölsaatengeschäft bei einem Gesamtvolumen von knapp 3 Mio t einen Umsatz von 560 Mio Euro. Von den RWZ-Töchtern wurden 2 Mio t Speise- und Veredelungskartoffeln verarbeitet, wobei der Umsatz gegenüber 2015 hauptsächlich preisbedingt um fast ein Viertel auf 360 Mio Euro erhöht werden konnte.

Im Betriebsmittelgeschäft erzielte die RWZ bei Düngemitteln mit einem Verkauf von mehr als 780 000 t einen neuen Absatzrekord. Preisbedingt nahm der Umsatz jedoch aber auf 165 Mio Euro ab. Bei den Pflanzenschutzmitteln blieben die Erlöse mit 203 Mio Euro stabil, während im Saatgutgeschäft ein Minus um 3 % auf 64 Mio Euro verbucht wurde.

Im Landtechniksegment berichtete die RWZ trotz eines deutlich rückläufigen Marktes von nur leicht gesunkenen Umsätzen. Bei Futtermitteln wurde mit Erlösen von 200 Mio Euro das „ertragsmäßig beste Ergebnis der jüngeren Vergangenheit“ erzielt. Auch mit den Segmenten Weinbau und Kellerei sowie Profi-Gartenbau zeigte sich die Unternehmensspitze zufrieden. AgE (28.04.2017)

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