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Fleischskandal trifft brasilianische Rindfleischexporte

Der Mitte März aufgedeckte Fleischskandal in Brasilien hat sich einen Monat später in spürbar rückläufigen Rindfleischexporten niedergeschlagen. Während die Rindfleischausfuhren im März noch zulegten, machten sich im April die kurzfristig erlassenen Einfuhrsperren mehrerer Länder und auch die Kaufzurückhaltung anderer Kunden negativ bemerkbar. Wie die australische Branchenorganisation Meat and Livestock Australia (MLA) auf Basis brasilianischer Handelsdaten berichtete, brach der Export von frischem und gefrorenem Rindfleisch im April gegenüber dem Vormonat um 28 % auf rund 70 000 t ein; dies war das schwächste Monatsergebnis seit fünf Jahren.

Vor allem die kurzfristige Schließung der Handelsgrenzen des wichtigsten Kunden China hatte große Auswirkungen; die Rindfleischlieferungen dorthin gingen im Vormonatsvergleich um 39 % auf etwa 12 000 t zurück. Weniger stark fiel das Minus mit 8 % auf 15 000 t im Hongkong-Geschäft aus, möglicherweise weil über den „Graumarkt“ Ware nach China weitergeleitet wurde. Spürbar weniger in Rindfleisch in Brasilien bestellte im April auch Russland, das seine Bezüge gegenüber dem Vormonat um 41 % auf 10 000 t einschränkte. Laut Experten hing dies aber auch mit der ungewöhnlich hohen Bestellmenge im März zusammen.

Im Mittleren Osten machte sich der Fleischskandal bei den brasilianischen Rindfleischausfuhren nach Saudi-Arabien bemerkbar, die mit rund 4 000 t um gut ein Drittel kleiner ausfielen als im März. Ägypten orderte als eines der wenigen Länder dagegen mit gut 6 000 t etwas mehr Rindfleisch in Brasilien als im Vormonat. Da mittlerweile alle Länder ihre Einfuhrverbote aufgehoben haben, rechnen Analysten in den kommenden Monaten wieder mit einer Normalisierung der Handelsmengen. AgE (23.05.2017)

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