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Agrarrohstoff-Index verzeichnet im Oktober wieder leichte Einbuße

(AMI) Die Preise für deutsche Agrarrohstoffe entwickelten sich im Oktober uneinheitlich. Am Markt für Getreide waren überwiegend festere Tendenzen zu erkennen, lediglich die Maispreise wurden nach unten korrigiert. Auch die Erzeugerpreise für Rohmilch haben weiter zugelegt. Dahingegen dämpften schwächere Preise für Schlachtschweine den AMI-Index. Insgesamt lag er mit 132,9 Punkten um rund 0,7 % unter dem Niveau des Vormonats.

Die Getreidepreise haben sich, mit Ausnahme von Mais, zwar im Oktober leicht nach oben bewegt, den Erzeugern war dies aber nicht genug, um Ware zu verkaufen. Aufgrund der knappen Angebotssituation und der Hoffnung auf nachlassende Exporte aus Russland, spekulieren sie auf höhere Preisgebote zum Jahreswechsel.

Die seit der Jahresmitte erfolgte Erholung bei den Milcherzeugerpreisen setzt sich auch zu Beginn des vierten Quartals fort. Zeitlich verzögert dürften die festeren Preistendenzen an den Produktmärkten, die im August zu verzeichnen waren, zu weiteren Aufschlägen beim Milchgeld führen. Dazu leisteten die nach wie vor überdurchschnittlichen Preise für fetthaltige Produkte, allen voran die Butter, den wesentlichen Beitrag. Am Eiweißmarkt war die preisliche Situation hingegen anhaltend schwach. Im Zuge dessen schwächt sich voraussichtlich auch der Anstieg bei den Erzeugerpreisen im Oktober ab.

Im Oktober übertraf im Handel mit Schlachtschweinen das umfangreiche Angebot die Nachfrage. Dies führte zu einem stärkeren Preisabfall. Aufgrund der zurückpendelnden Angebotszahlen und der hohen Nachfrage seitens der Schlachtereien ist im Schweinehandel für die Entwicklung im November eine leicht steigende Tendenz wahrscheinlich.

Im Handel mit Jungbullen war im Oktober überwiegend eine stetige Nachfrage bei einem eher knappen Angebot zu beobachten. Die Folge waren moderate Preisanstiege für männliche Schlachtrinder. Bei den Schlachtkühen wird nach den vorhergehenden Preisschwächen auch von nahezu unveränderten Preisen ausgegangen.

Natürlich informiert ? Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.

Möchten Sie mehr wissen? ?Dann nutzen Sie unseren Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness, der Ihnen eine aktuelle Analyse mit allen Daten der Teil-Indizes zu Getreide/Ölsaaten, Fleisch und Rohmilch liefert.


(26.10.2018)

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