Agrar TV-Tipps

Montag, 29. November 2021 um 21:00 bis 21:30 Uhr 29.11.21, 21:00 bis 21:30 Uhr
Die Milch machts Geschichten aus der Käserei
SÜDWESTRUNDFUNK Essgeschichten, logo. Bild: SWR Wilzenberg-Hußweiler im Hunsrück: Die Landschaft ist hügelig bei einer Art Mittelgebirgsklima. Für Ackerbau schwierige Bedingungen, doch die kräuterreichen Wiesen sind für die 40 Milchkühe vom Bornwiesenhof ideal. Seit mehr als 20 Jahren betreibt Familie Jaschok den Demeter-Hof. Es gab schwere Zeiten, eine Milchkrise nach der anderen und doch hat sie es mit einem eigenen Konzept geschafft, den Hof zu retten. Andreas ist bekennender Biobauer, Meike versteht sich als Handwerkerin in der hofeigenen Käserei. Die gesamte Milch verarbeiten sie weiter zu inzwischen mehr als 30 verschiedenen Joghurt-, Quark- und Käseprodukten. Mit der Milch zu arbeiten und sie in ihrer Konsistenz zu verändern, fordert Meike Jaschok jeden Tag aufs Neue heraus. Sie ist ständig auf der Suche nach Rezepten aus aller Welt, die sie weiter verfeinert und aus denen sie etwas Neues entstehen lässt. Ihr Wissen gibt die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin weiter und kämpft dafür, dass ihr Handwerk nicht ausstirbt. Praktikant:innen aus vielen verschiedenen Ländern lernen, auf dem Hof zu käsen. In Kursen kann jede:r lernen, Käse in der eigenen Küche herzustellen. Alles kein Geheimnis. Nur wie der Flammkäs genau hergestellt wird, wird nicht verraten. Sieben Jahre dauerte es, bis dieses Produkt von den Kund:innen angenommen wurde. Heute ist der Flammkäs mit etlichen Preisen ausgezeichnet, der Topseller des Bornwiesenhofs und auch in der Gastronomie sehr gefragt. Ein Burger-Laden im saarländischen St. Wendel zum Beispiel veredelt den Flammkäs als Alternative zum klassischen Fleisch-Patty. (Text: SWR)
Montag, 29. November 2021 um 21:00 bis 21:45 Uhr 29.11.21, 21:00 bis 21:45 Uhr
Dem Wasser auf den Grund gehen  Schutz für unser kostbarstes Lebensmittel
Immer mehr Biogasanlagen, immer mehr Massentierhaltung, immer größere Mengen an Gülle sowie der Einsatz von Pflanzengiften und Kunstdünger haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich die Wasserversorger immer häufiger gezwungen sehen, Brunnen zu schließen, weil die gesetzlichen Grenzwerte für Nitrat und Rückstände von Spritzmitteln überschritten wurden: Beinahe 40% der Grundwasservorkommen in Deutschland sind bereits belastet kein gutes Omen für die Zukunft, angesichts der Tatsache, dass es zwanzig Jahre dauern kann, bis die Gifte von heute im Grund- und damit im Trinkwasser von morgen angekommen sind. Immer mehr Biogasanlagen, immer mehr Massentierhaltung, immer größere Mengen an Gülle sowie der Einsatz von Pflanzengiften und Kunstdünger haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich die Wasserversorger immer häufiger gezwungen sehen, Brunnen zu schließen, weil die gesetzlichen Grenzwerte für Nitrat und Rückstände von Spritzmitteln überschritten wurden: Beinahe 40% der Grundwasservorkommen in Deutschland sind bereits belastet kein gutes Omen für die Zukunft, angesichts der Tatsache, dass es zwanzig Jahre dauern kann, bis die Gifte von heute im Grund- und damit im Trinkwasser von morgen angekommen sind. Die Folge: Brunnenbauer haben Hochkonjunktur, weil die Wasserversorger immer neue Bohrungen in Auftrag geben sie hoffen, in großer Tiefe auf noch unbelastetes Grundwasser zu stoßen, das sie mit dem bereits vorhandenen, belasteten Wasser mischen können, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. Lorenz Knauer hat sich auf eine spannende Reise kreuz und quer durch Bayern gemacht, um herauszufinden, wie die Wasserversorger mit der enormen Herausforderung umgehen, auch künftig möglichst unbelastetes Wasser an die Verbraucher zu liefern; Er ist dabei auf interessante und kreative Ansätze gestoßen, wie z.B. das Wasserschutzbrot in Unterfranken, das aus weniger gedüngtem Weizenmehl gebacken wird; In der Oberpfalz fand er das Bio-Mineralwasser-Siegel des Neumarkter Öko-Bier-Pioniers Franz Ehrnsperger, der einen Reinheitsstandard geschaffen hat, weit höher als die gesetzlich vorgeschriebenen Werte... Und in Niederbayern besuchte er eine Bürgerinitiative, die sich gegen den ungebremsten Ausbau von Schweineställen in ihrer Gegend zur Wehr setzt. Knauers ernüchterndes Fazit am Ende der Reise: Die Wasserversorger stehen vor einem fast unlösbaren Dilemma: Auf der einen Seite schreibt ihnen der Gesetzgeber strenge Grenzwerte für Schadstoffe im Trinkwasser vor auf der anderen Seite versäumt es der Gesetzgeber seit Jahrzehnten, nachhaltig wirksame Obergrenzen für die Belastung der Böden durchzusetzen: nicht umsonst hat die EU-Kommission Deutschland 2016 vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt, weil es die Grenzwerte für Nitrat im Wasser nicht einhält
Dienstag, 30. November 2021 um 19:40 bis 20:15 Uhr 30.11.21, 19:40 bis 20:15 Uhr
Der große Holzmangel Warum ein Dorf nicht bauen kann
Dachdeckermeister Dieter Theis zieht zum Teil Nägel aus alten Dachlatten, um sie wiederverwerten zu können. An neues Holz ist derzeit fast kein Herankommen. Bild: ZDF / © Eco Media TV / © Eco Media TV Im Herbst 2021 sollte der Bau ihres Hauses beginnen: Jenny und ihr Lebensgefährte Pascal stammen beide aus dem Dorf Mandern, hier wollten sie unbedingt bleiben, hier hatten sie ein Grundstück reserviert. Doch dann explodieren plötzlich die Baustoff-Preise, vor allem die für Holz. Die Kosten für den geplanten Hausbau stiegen von etwa 350.000 Euro auf bis zu einer halben Million. Das könnten wir irgendwie auch noch stemmen, sagt Jenny, aber dann müssen wir nur noch fürs Haus leben und das ist nicht unsere Vorstellung von Lebensqualität. So zerplatzt der Traum vom eigenen Haus. In Mandern, dem Dorf, das von riesigen Waldflächen umgeben ist und seit Jahrhunderten von der Waldwirtschaft lebt, gibt es plötzlich kein Holz mehr zum Bauen. Das junge Paar sucht nach Alternativen. Das ist kein Einzelfall, sagt der Bürgermeister der kleinen Gemeinde. Eigens für die jungen Familien aus dem Ort wurde ein Neubaugebiet erschlossen, um ihre Abwanderung zu verhindern. Und nun sei man weitgehend machtlos. Als wichtigster Preistreiber gilt die riesige Holz-Nachfrage aus den USA und China. So jedenfalls erzählen es die großen Sägewerke, bei denen die Baumstämme verarbeitet werden. In Mandern gibt es viele kleine Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die sich zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben. Sie sind weitgehend machtlos, was die Preise betrifft. Uns geht es genauso wie den Milchbauern, die Supermärkte beliefern, sagt ein Waldbesitzer, der seinen eigenen Haus-Anbau nicht vollenden kann: Dort im Wald ist mein Holz und das würde ich gern hier verbauen, aber ich komme ja selbst nicht ran. Dachdeckermeister vor Ort sind schon dazu übergegangen, die Nägel aus alten Dachlatten zu ziehen, um sie für Neubauten wiederzuverwenden. (Text: arte)
Dienstag, 30. November 2021 um 21:00 bis 21:45 Uhr 30.11.21, 21:00 bis 21:45 Uhr
Die Ökochecker - Weihnachten & Winterurlaub
SR Fernsehen, SWR Fernsehen BW, SWR Fernsehen RP Ein Weihnachtsbaum aus Plastik oder eine echte Tanne? Winterurlaub in den Bergen oder Skifahren in der Sporthalle? Was ist für die Umwelt besser? Die SWR "Ökochecker" Katharina Röben und Tobias Koch gehen der Frage nach, wie ein "grünes" Weihnachtsfest aussehen könnte.   Ein Weihnachtsbaum aus Plastik oder eine echte Tanne? Winterurlaub in den Bergen oder Skifahren in der Sporthalle? Was ist für die Umwelt besser? Die SWR "Ökochecker" Katharina Röben und Tobias Koch gehen der Frage nach, wie ein "grünes" Weihnachtsfest aussehen könnte. Bücher sind ideale Geschenke, aber wäre ein E-Reader nicht die nachhaltigere Wahl? Katharina Röben findet heraus, für wen sich dieses Gerät tatsächlich lohnt. Etwas Feines zum Weihnachts-Dinner - Tobias Koch will Bio-Wein servieren, aber: Ist der auch umweltfreundlicher als konventioneller Wein? Auf dem Weinberg macht er spannende Entdeckungen. Außerdem: Welcher Weihnachtsbaum lohnt sich für Umwelt und Klima? Die Plastiktanne oder der echte Baum? Das Ergebnis überrascht nicht nur Katharina Röben. Und: Wer genug vom Weihnachts-Stress hat, entflieht gerne in den Winterurlaub. Aber kann man Skifahren gehen mit gutem Gewissen? Die "Ökochecker" finden es heraus.
Dienstag, 30. November 2021 um 22:25 bis 23:00 Uhr 30.11.21, 22:25 bis 23:00 Uhr
makro on tour: Wein im Wandel - Zwischen Klima und KI
3satTIPP Der Weinkonsum nimmt weltweit zu. Dazu steigen die Herausforderungen an den Weinbau. Angesichts des Klimawandels müssen Winzerbetriebe kreative Lösungen finden, um wettbewerbsfähig zu sein. "makro"-Redakteurin Eva Schmidt geht zur Weinlese und trifft dort Dr. Eva Vollmer, eine junge, innovative Winzerin, die das Netzwerk "Zukunftsweine" gegründet hat. Außerdem besucht Eva Schmidt den Weincampus in Neustadt an der Weinstraße. Dort zeigt ihr Professor Dominik Durner, dass Künstliche Intelligenz auch im Weinbau ein großes Thema ist. Der Weinkonsum nimmt weltweit zu. Dazu steigen die Herausforderungen an den Weinbau. Angesichts des Klimawandels müssen Winzerbetriebe kreative Lösungen finden, um wettbewerbsfähig zu sein. "makro"-Redakteurin Eva Schmidt geht zur Weinlese und trifft dort Dr. Eva Vollmer, eine junge, innovative Winzerin, die das Netzwerk "Zukunftsweine" gegründet hat. Außerdem besucht Eva Schmidt den Weincampus in Neustadt an der Weinstraße. Dort zeigt ihr Professor Dominik Durner, dass Künstliche Intelligenz auch im Weinbau ein großes Thema ist. Der Klimawandel weitet den Weinanbau zwar immer weiter Richtung Norden aus, stellt aber die klassischen Weinanbaugebiete wie Rheinhessen, Rheingau oder Pfalz vor Probleme. Trockene und heiße Sommer oder Starkregen setzen den Reben zu. Unter dem Stichwort "Klimareben" versuchen einige junge deutsche Winzerinnen und Winzer, deutschen Wein zukunftsfähig zu machen: weniger Monokultur, weniger Wasserverschwendung und neue klimaresistente Reben, sogenannte Piwis. Auch in puncto Vermarktung gehen sie neue Wege. Online-Weinproben haben seit Corona Konjunktur, und die Weingüter werden wohl auch nach der Pandemie zu Gast in vielen Wohnzimmern sein. Ein weiterer Trend sind alkoholfreie Weine und Sekte. Lange fristeten sie ein Nischendasein, weil sie im Geschmack eher Limonade ähneln. Am Weincampus in Neustadt an der Weinstraße forscht man, wie man diesen Geschmack verbessern kann. Dort entwickelt man in einem neuen Projekt eine künstliche Nase, die die feinen Nuancen des Weins erkennen soll. Film von Eva Schmidt

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