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Braunrost (Puccinia recondita)

Braunrost tritt in den wärmeren bzw. trockeneren Anbauregionen Deutschlands regelmäßig auf. Durch seine höheren Temperaturansprüche führt er insbesondere bei warmer Frühsommerwitterung zu erheblichen Ertragseinbrüchen. Im Roggen ist der Braunrost die wichtigste Krankheit.

Krankheitsbild

Braunrost erkennt man an den verstreut aus der Blattoberseite hervorbrechenden punktförmigen ockerbraunen Uredosporenlagern (Sommersporen).
Gelegentlich sind die Rostpusteln auch an den Blattscheiden und Halmen vorzufinden; die Ähre wird nicht befallen. Anhand der inselartigen Anordnung der Uredosporenlage ist auch in frühen Phasen der Entwicklung Braunrost vom Gelbrost gut zu unterscheiden.

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Quelle: Syngenta

Befallsfördernde Faktoren

  • Anfällige Sorten
  • Längere Schönwetterperioden im Frühjahr oder Frühsommer
  • Rostbefall im Vorjahr
  • Unausgewogene N-Versorgung

Bekämpfung

Das Auftreten von Epidemien ist vornehmlich durch die Temperaturbedingungen und den Vorjahresbefall bestimmt. Eine zunehmende Bedeutung durch hohe Anbauintensität und Anbau anfälliger und spät reifender Sorten ist erkennbar. In vielen Jahren tritt Braunrost erst nach dem Ährenschieben auf und wird bei einer Ährenbehandlung miterfasst. Bei höheren Temperaturen während der Schossphase kann ein gezielter Fungizideinsatz zwischen Stadium BBCH 37 und BBCH 49 notwendig sein.

Auftreten während der Vegetation

Braunrost Wachstumsstadien

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Bewerten

Ermitteln der Befallshäufigkeit

Erstbehandlung Zweitbehandlung
Ab BBCH 32 Bestandskontrolle:
> 30 % befallene Pflanzen bzw. erste Befallsnester
Nach Ablauf der protektiven Leistung des eingesetzten Fungizids erneute Bestandskontrolle:
neue Befallsnester sichtbar
Fungizideinsatz Fungizideinsatz
Hinweis: Hinweis:
Weisen 30% der Pflanzen ab BBCH 32 (bei einer Stichprobe von 30 Pflanzen = 9 Pflanzen) einen Befall auf, dann behandeln. Wird nach Ablauf der protektiven Leistung des eingesetzten Fungizids auf oberen Blattetagen erneuter Befall festgestellt, dann behandeln.

Behandeln

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