Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Septoria-Blattdürre (Septoria tritici)

Durch den steigenden Weizenanteil in der Fruchtfolge und ein sich änderndes Sortenspektrum hat die Bedeutung der Blattdürre zugenommen. Bei starkem Befall können Ertragsverluste bis zu 30 % festgestellt werden. An Marschstandorten in Norddeutschland sind die Verluste teilweise noch höher.

Krankheitsbild

Der Erreger kommt überwiegend auf Blättern und Blattscheiden vor.

Auf den Blattspreiten bilden sich zunächst hellgrüne, später braune, unregelmäßig runde bis ovalgeformte Läsionen, die an den Blatträndern mitunter streifig zusammenfließen. Innerhalb der Blattdürre bzw. Blattnekrosen sind die punktförmigen Fruchtkörper (schwarze Pyknidien) teilweise mit bloßem Auge erkennbar. Die ersten Läsionen werden auf unteren Blattetagen zu Vegetationsbeginn Ende April mit steigenden Temperaturen erkennbar. Stets ist der Krankheitsverlauf von unteren Blattetagen ausgehend und befällt später allmählich obere Blattetagen.

septw
Quelle: Syngenta

Befallsfördernde Faktoren

  • Frühe Aussaat
  • Regenreiche Witterung
  • Strohreste
  • Dichte Bestände

Bekämpfung

Der Erreger hat sehr hohe Witterungsansprüche. Septoria tritici wird durch Regen verbreitet und benötigt für eine erfolgreiche Infektion eine Blattnässedauer von 48 Stunden > 98%. Aufgrund der langen Latenzzeit von 3-4 Wochen ist der Erreger nur kurz nach der nicht sichtbaren Infektion zu bekämpfen. Diese Infektionsbedingungen können durch den SeptoriaTimer (Warngerät) sichtbar gemacht werden. Späte Saaten verringern deutlich einen hohen Ausgangsbefall.

Auftreten während der Vegetation

Wachstumsstadien

vesepw

Bewerten

Ermitteln der Befallshäufigkeit

Erstbehandlung Zweitbehandlung
Ab BBCH 32 auf Witterung achten: Niederschlag > 3 mm und 48 Stunden Blattnässe > 98%, Bestandskontrolle, > 50 % befallene Blätter (F- 6, 7. Oberstes Blatt) Nach Ablauf der protektiven Leistung des eingesetzten Fungizids erneute Bestandskontrolle. Nach erneuten Infektionsereignissen:
Fungizideinsatz Fungizideinsatz
Hinweis: Hinweis:
Ab BBCH 32 auf Witterung achten. Weist nach Anzeige des Septoria-Timers mehr als jede zweite Pflanze der Blattetage F-6 oder höher Symptome auf, dann behandeln. Infektionsereignisse bei Niederschlag > 3 mm und 48 Stunden Blattnässe > 98%.

Behandeln

Beobachtungsbeginn BBCH 32 = 2-Knoten-Stadium (2. Knoten > 2 cm vom 1. Knoten und F-2 voll entfaltet)

septdiag

Darstellung in Zusammenarbeit mit:
syngenta-logo.gif

Zurück


xs

sm

md

lg

xl