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Waldschäden

Hilfen für wetter- und schädlingsgeplagte Forstwirtschaft angekündigt

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Hilfen für die wetter- und schädlingsgeplagte Forstwirtschaft in Deutschland hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute in Nauen angekündigt, wo sie anlässlich des "Internationalen Tages des Waldes" an einer Baumpflanzaktion teilnahm. Stürme, Dürre und der Borkenkäferbefall hätten 2018 zu einem Katastrophenjahr für die heimischen Wälder gemacht, erklärte Klöckner. Insgesamt seien mehr als 30 Mio m3 Schadholz angefallen. Und der anhaltende, gravierende Borkenkäferbefall werde zum Absterben weiterer Waldflächen führen.
Wie die Ministerin hervorhob, hat sie bereits 2018 zusätzlich 25 Mio Euro zur Beseitigung von Waldschäden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) bereitgestellt. Daneben werde es für Waldeigentümer steuerliche Erleichterungen geben. Ferner verwies Klöckner auf Hilfen, die sie gemeinsam mit den Bundesländern auf den Weg gebracht habe, darunter Maßnahmen zur Räumung von Schadflächen, zum Waldschutz und zur Wiederaufforstung. Außerdem arbeite das Ressort an einem einheitlichen und kontinuierlichen Monitoringsystem.
Der Präsident der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer", Hans-Georg von der Marwitz, nahm die Baumpflanzaktion zum Anlass, von der Bundesregierung einen "Pakt für den Wald" zu fordern, der ressortübergreifend für die Rettung der Wälder sorgt. Die Waldeigentümer könnten die Folgen der Wetterextreme nicht alleine bewältigen. Sie bräuchten Hilfen für die Schadensaufarbeitung und Wiederaufforstung. "Stabile und vitale Wälder sind unser aller Lebensgrundlage" unterstrich von der Marwitz. Daher müsse ihre Rettung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen werden.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stellte anlässlich des Aktionstages zwei neue forstwirtschaftliche Bildungsinitiativen für Kinder und junge Menschen unter anderem in Tansania vor, die von Deutschland mit umgerechnet 1,76 Mio Euro unterstützt werden. Oft fehle es an Wissen über die Wälder. Dabei sei das eine Hauptvoraussetzung für deren Schutz. AgE (24.03.2019)
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