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Rübenanbau

Zuckerwirtschaft fordert EU-weites Ende bei gekoppelten Prämien für Rüben

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Angesichts ungleicher Wettbewerbsverhältnisse unter den europäischen Zuckerrübenerzeugern hat die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) ihre Forderung nach einer Abschaffung gekoppelter Prämien für Zuckerrüben bekräftigt. Wie der WVZ-Vorsitzende Dr. Hans-Jörg Gebhard heute feststellte, haben Landwirte in einigen EU-Mitgliedstaaten aufgrund der gekoppelten Zahlungen beim Zuckerrübenanbau einen Kostenvorteil von bis zu 30 % gegenüber Deutschland. Zudem dürften die von der EU verbotenen Neonikotinoide in 13 EU-Mitgliedsländern auf der Grundlage von Notfallzulassungen auch weiterhin eingesetzt werden, während deutsche Rübenanbauer teurere und weniger wirksame Alternativen anwenden müssten.
Aus Gebhards Sicht bedrohen die unterschiedlichen Rahmenbedingungen den deutschen Zuckerrübenanbau. Er befürchtet, dass in den kommenden Jahren viele Landwirte wegen der unrentablen hiesigen Bedingungen aus dem Anbau dieser Frucht aussteigen werden. Der WVZ-Vorsitzende fordert deshalb "faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Europäischen Union". Die EU-Regelungen müssten nach dem Prinzip "entweder alle oder keiner" überall gleich angewandt werden.
Konkret verlangt die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, dass im Zuge der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Zuckerrübe aus dem Katalog der prämienberechtigten Feldfrüchte für gekoppelte Zahlungen gestrichen wird. Dabei drängt WVZ-Hauptgeschäftsführer Günter Tissen auf schnelles politisches Handeln: Die deutschen Rübenanbauer benötigten jetzt Lösungen, damit der Rübenanbau in Deutschland überhaupt noch eine Zukunft habe. AgE (03.04.2019)
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