Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Zölle

Chinas Importzölle auf US-Getreide nicht WTO-konform

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
China verstößt mit seinen Einfuhrzöllen auf Getreide aus den Vereinigten Staaten gegen seine Verpflichtungen als Mitglied in der Welthandelsorganisation (WTO). Zu diesem Schluss kommt das zuständige WTO-Panel in einem Bericht, der jetzt vorgelegt worden ist. Angeprangert wird, dass die Zollkontingente für Weizen, Reis und Mais weder in transparenter Weise noch vorhersehbar oder gerecht angewendet würden. Die Bestimmungen der Zollkontingente seien nicht klar geregelt und folgten keinen nachvollziehbaren administrativen Prozessen. Dasselbe gelte für die Umverteilung der Quoten.
Das WTO-Gremium hält fest, dass den USA Schäden durch Chinas Regelverletzungen entstanden seien. Sie empfehlen dem Gremium des Dispute Settlement Body (DSB), von China eine Anpassung seiner Zollmaßnahmen zu verlangen. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) wertete den Bericht als "entscheidenden Sieg" gegen die Volksrepublik, der demonstriere, dass Präsident Donald Trump "alle notwendigen Schritte unternimmt, um Handelsregeln zum Schutz fairer Bedingungen für die Landwirte durchzusetzen". Chinas Importquoten seien in den vergangenen Jahren nicht ausgeschöpft worden. Bei voller Nutzung hätte das Land allein im Jahr 2015 Mais, Weizen und Reis im Wert von 3,5 Mrd $ (3,1 Mrd Euro) importieren müssen, so die Analysten in Washington.
Nach Angaben des USDA importierte China von Juli 2017 bis Juni 2018 insgesamt 4,00 Mio t Weizen und damit rund 10 % weniger als im Vorjahr. Beim Reis wurde ein Rückgang um fast ein Viertel auf 4,50 Mio t verzeichnet. Die Maiseinfuhren stiegen dagegen um 40 % auf 3,46 Mio t. Die USA und China liefern sich gegenwärtig einen umfassenden Handelsstreit, von dem auch wichtige Agrarprodukte wie Sojabohnen betroffen sind. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer bezeichnete es kürzlich als "großen Fehler", China in die WTO aufgenommen zu haben. AgE (24.04.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Ernte 2019
Wintergerste in Hessen mit unerwartet guten Erträgen
19.07.2019 — Während frühe Getreidebestände in Hessen offenbar gut mit der Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen fertig wurden, rechnet der Hessische Bauernverband (HBV) bei den späteren Beständen doch mit spürbaren Folgen für Erträge und Qualitäten.
Ernte 2019
Raiffeisenverband erwartet deutlich weniger Getreide
17.07.2019 — Weil die große Hitze in den vergangenen Wochen Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen hat, geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nun vor allem für die ostdeutschen Bundesländer von einer deutlich kleineren Ernte aus. Das bundesdeutsche Aufkommen veranschlagte der Verband heute auf insgesamt rund 46,5 Mio t Getreide;
Ernte 2019
Deutsche Getreideernte knapp unter dem Durchschnitt erwartet
04.07.2019 — Auch die diesjährige Getreideernte wird voraussichtlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegen. Davon geht der Deutsche Bauernverband (DBV) in seiner heute vorgelegten Prognose aus. Der DBV rechnet mit einem Aufkommen von rund 47 Mio t; das wäre 1 Mio t weniger als das Mittel der Jahre 2013 bis 2017
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Getreidemarkt
EU mit moderatem Nettoüberschuss im Getreideaußenhandel
03.07.2019 — Die Europäische Union hat das Wirtschaftsjahr 2018/19 im Getreideaußenhandel mit einem moderaten Nettoüberschuss abgeschlossen. Gemäß der Daten, die die EU-Kommission zuletzt im Verwaltungsausschuss in Brüssel vorlegte, wurden von Anfang Juli 2018 bis zum 26. Juni 2019 aus der EU-28 insgesamt 31,6 Mio t Getreide einschließlich der in Rohstoffäquivalente umgerechneten Getreideerzeugnisse an Drittstaaten verkauft;

xs

sm

md

lg

xl