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Polen

Weiterer ASP-Fall in Region mit dichter Schweinehaltung

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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in relativer Nähe zur deutschen Grenze weiter aus. Die oberste Veterinärbehörde bestätigte heute einen Seuchenfall bei einem toten Wildschwein im Kreis Wolsztyn, der zur Wojewodschaft Großpolen gehört. Der Fundort ist damit zwar deutlich weiter von Deutschland entfernt als die jüngsten Fälle im Landkreis Zielona Góra. Allerdings galt das Gebiet bislang als ASP-frei, was darauf hindeutet, dass sich das Seuchengeschehen in Westpolen verstetigt.
Aus Sicht des polnischen Schweinesektors ist der neue Fall besonders bedrohlich, da nun Großpolen direkt betroffen ist. Die Wojewodschaft gilt als eines der Zentren der dortigen Schweineerzeugung. Schätzungsweise soll sich hier etwa ein Drittel des polnischen Gesamtbestands befinden. Allein im Landkreis Wolsztyn werden nach Angaben der Wojewodschaft etwa 100 000 Schweine gehalten. Dementsprechend würden Handelsrestriktionen die gesamte Branche hart treffen. Auch könnten Keulungen infizierter Schweinebestände wegen der vergleichsweise dichten Aufstallung schnell hohe Zahlen erreichen.
Ähnlich wie bei den bisherigen Seuchenfällen im Westteil des Landes soll der neue Fundort schnellstmöglich eingezäunt und auf weitere infizierte Wildschweine hin durchsucht werden. Zudem wurde eine neue "Rote Zone" mit hohen Biosicherheitsauflagen ausgewiesen. Bereits in der vergangenen Woche hatten die zuständigen Stellen für Großpolen zu verstärkter Bejagung und Aufmerksamkeit hinsichtlich gefallener Wildtiere aufgerufen.
Wie Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern heute mitteilte, wird sich in der kommenden Woche eine Task-Force aus polnischen und deutschen Veterinären im Grenzgebiet treffen, um Informationen auszutauschen und über das weitere Vorgehen zu beraten. Vom Ausgang der Gespräche werde auch abhängen, welche Maßnahmen für die Anrainerländer Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zielführend seien, erklärte Buchwald. AgE (06.12.2019)
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