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Geflügelpest

Deutschland und Frankreich Hotspots

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Neben Frankreich ist Deutschland aktuell ein Hotspot, was die Vogelgrippe angeht. Das geht aus einem jetzt vorgelegten Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Parma hervor. Demnach wurden in insgesamt 25 betroffenen Ländern der EU beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie im Vereinigten Königreich zwischen dem 8. Dezember 2020 und dem 23. Februar 2021 zusammen 1 022 Mal hochpathogene Vogelgrippeviren (HPAI) nachgewiesen. Davon wurden 592 als Ausbrüche in Geflügelbetrieben, 421 bei Wildvögeln und neun Fälle bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln gemeldet.


Laut EFSA-Bericht kam es in allein Frankreich in der Berichtsperiode zu 442 Ausbrüchen bei Hausgeflügel, wobei die Stopfleberproduktion, also Enten- und Gänsehaltungen besonders betroffen waren. Hinzu kamen sechs Entdeckungen bei Wildvögeln. In Deutschland gab es dagegen 207 Nachweise bei Wildvögeln sowie 50 Ausbrüche in Geflügelbetrieben. In Dänemark wurden 63 Fälle von infizierten Wildvögeln gemeldet, während es dort im betreffenden Zeitraum nur einen Betrieb traf. In Polen wurden der EFSA zufolge 37 HPAI-Ausbrüche in Geflügelhaltungen und 24 Nachweise der Infektion bei Wildvögeln festgestellt.
Angesichts des anhaltenden Vorhandenseins von HPAI A-(H5)-Viren in Wildvögeln und in der Umwelt warnt die EFSA, dass das Risiko von weiteren Ausbrüchen nicht gebannt sei. Gefährdet seien vor allem Regionen mit einer hohen Geflügelbestandsdichte. Die Behörde in Parma stellt zudem fest, dass das derzeit zirkulierende Virus vom Typ H5N8 in betroffenen Entenfarmen zu einer hohen Mortalität geführt habe. Hohe Sterblichkeitsraten seien deshalb ein wichtiger Indikator für das Vorhandensein dieser Viren. Allerdings wird auch vor subklinischen Varianten gewarnt, die sich ebenfalls in Geflügelmastanlagen ausbreiten könnten, jedoch schwerer zu erkennen seien.
Angemahnt wird von der EFSA, die Früherkennung von Infektionen bei Geflügel innerhalb der eingerichteten Überwachungszonen zu verbessern. Konkret sollten vor allem Halter von Enten verendete Tiere einsammeln und wöchentlich testen lassen. AgE (03.03.2021)
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