Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Milchmarkt

EMB zieht freiwilligen Lieferverzicht der Privaten Lagerhaltung vor

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Für einen freiwilligen Lieferverzicht, aber gegen Beihilfen zur Privaten Lagerhaltung (PLH) von Milchprodukten haben sich die beim European Milk Board (EMB) zusammengeschlossenen Milcherzeuger ausgesprochen. "Die Entscheidung, der Milchkrise mit dem Instrument der Privaten Lagerhaltung zu begegnen und keinen Lieferverzicht auf EU-Ebene zu koordinieren, ist falsch", erklärte der EMB-Vorsitzende Erwin Schöpges und erteilte damit den gestern von der EU-Kommission vorgestellten Marktmaßnahmen eine klare Absage. Brüssel hatte unter anderem PLH-Beihilfen für Magermilchpulver, Butter und Käse, aber auch für Rind- und Lammfleisch in Aussicht gestellt.
Während der EU-Milchmarkt aktuell wieder überschwemmt werde und die Preise auf Talfahrt seien, könne nur eine EU-weite Reduktion der produzierten Milchmenge Entspannung bringen, so Schöpges. Das Einlagern von bereits verarbeiteten Produkten wie Milchpulver, Butter und Käse würde hingegen den Preisdruck für die Erzeuger nicht verringern, da diese Produkte weiter ein Bestandteil des zu hohen Angebots an Milcherzeugnissen seien.
Schöpges kündigte derweil für diesen Donnerstag Proteste an. Die Milcherzeuger in vielen europäischen Ländern wollten ihrer Enttäuschung über "die aktuelle fehlerhafte Entscheidung" von Brüssel Ausdruck verleihen. Mit verschiedenen Milchaktionen werde man "mit einem konstruktiven Appell an die EU-Kommission" auf die sofortige Aktivierung eines EU-weiten freiwilligen Mengenreduktionsprogramms pochen.
Dagegen bezeichnete Bayerns Landwirtschaftsministerin Michela Kaniber die Einlagerungshilfen als "richtigen Schritt": "Die Förderung der Privaten Lagerhaltung von Milch- und Fleischprodukten durch die EU ist die richtige Antwort auf die momentane Situation." Nach Ansicht der CSU-Politikerin kann man mit diesem Instrument schnell Mengen vom Markt nehmen, was sich direkt auf die Preise auswirkt. Das diene der Stabilisierung dieser für Bayern wichtigen Märkte und helfe den Landwirten, so die Erwartung der Ressortchefin. AgE (06.05.2020)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Niederlande
Forscher erwarten Aufgabe vieler Milchbetriebe
21.10.2020 — In den Niederlanden dürften in den kommenden zehn Jahren tausende Milcherzeuger aufgeben. Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, die die Universität Wageningen (WER) im Auftrag des Molkereikonzerns FrieslandCampina angefertigt hat, werden unter der Annahme unveränderter politischer Rahmenbedingungen bis 2030 voraussichtlich nur 10 660 Milchbauern übrig bleiben.
Zuchterfolge präsentieren
Ein Wochenende im Jungzüchter-Trainingslager
19.04.2020 — Jedes Jahr haben Jungzüchter ihre eigenen Wettbewerbe, an denen sie mit ihren Tieren im Mittelpunkt stehen. Für alle ein aufregendes Erlebnis. Bevor es aber soweit ist, müssen die Jungzüchter trainieren, um vor den Augen der Richter auch die Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können. Jeder für sich trainiert dafür, aber wieviel mehr Spaß macht es, wenn alle zusammen trainieren.
Börse
Tagesaktuell über die Terminmärkte informiert
Wie entwickeln sich die Preise? Wann soll ich verkaufen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Börsenkurse. Um höchstmögliche Erlöse zu erzielen, wird es immer wichtiger, den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf des Getreides zu nutzen. Das Preisniveau wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Informationen über das Wetter und damit auch das voraussichtliche Angebot, Zahlen über Lagerbestände oder auch die Nachfrage wichtiger Abnahmeländer. Wir informieren Sie tagesaktuell über die Entwicklung der Terminmärkte.

xs

sm

md

lg

xl