Afrikanische Schweinepest

Erster Seuchenfall außerhalb des ursprünglichen Gefährdungsgebiets

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In Brandenburg hat es den ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) außerhalb des ursprünglichen Kerngebiets gegeben. Das Friedrich Loeffler-Institut (FLI) bestätigte heute morgen einen Befund des Landeslabors Brandenburg, das gestern Nachmittag die Infektion bei einem toten Wildschwein nahe dem Ort Bleyen im Landkreis Märkisch-Oderland nachgewiesen hatte. Bestätigt wurde auch ein weiterer Fall im bisherigen Kerngebiet. Das Gesamtzahl der amtlich nachgewiesenen ASP-Fälle bei Wildschweinen steigt damit auf 38.


Der neue Fundort befindet sich etwa 60 km nördlich des ersten Gefährdungsgebiets, aber ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnischen Grenze. Bereits gestern Abend wurde ein Krisenstab in dem betroffenen Landkreis eingerichtet. Das Land Brandenburg muss nun die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.
Unterdessen wird auch jenseits der Grenze von immer neuen Fälle der Tierseuche berichtet. Die Oberste Polnische Veterinärbehörde bestätigte allein in der vergangenen Woche 50 neue Funde von verendeten Wildschweinen, bei denen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen wurde. Dabei waren erneut fünf Meldungen in der westpolnischen Wojewodschaft Lebus. Eine betraf die Gemeinde Lubsko im Landkreis Żarski, nur gut 20 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. AgE (30.09.2020)
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