Holzenkamp kritisiert Preisdiktat des Handels

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Die Union weist dem Handel eine Mitschuld am gegenwärtigen Preisrückgang bei wichtigen Agrarerzeugnissen zu. Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, sprach heute von einem „Preisdiktat des deutschen Lebensmitteleinzelhandels“, das die ohnehin angespannte Marktsituation weiter verschärfe. Dies belege die aktuelle Preissenkung bei Trinkmilch „sehr eindrucksvoll“.
Für Holzenkamp rückt damit die Frage nach der Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland in den Blickpunkt. Es sei zu begrüßen, dass der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, in der kommenden Woche auf Einladung der Koalition im Ernährungsausschuss mit den Abgeordneten über die derzeitigen Marktstrukturen diskutieren werde.
„Für uns ist entscheidend, dass Vielfalt und Wettbewerb auf dem Lebensmittelmarkt erhalten bleiben“, betonte Holzenkamp. Allerdings hätten die kleinen und mittelständischen Betriebe, aber auch die landwirtschaftlichen Familienbetriebe der Marktmacht des Handels nur wenig entgegenzusetzen. Hier sehe man auch den Lebensmitteleinzelhandel in der Verantwortung, den Preisverfall nicht noch weiter zu verschärfen. AgE (08.11.2014)
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