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Trockenheit

Kaniber fordert Kofinanzierung von Mehrgefahrenversicherungen

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Mit Blick auf die ausgeprägte Trockenheit der vergangenen Wochen, die regional in die dritte Dürre in drei Jahren münden könnte, hat Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ein stärkeres Engagement der Bundesregierung beim Risikomanagement gefordert. "Ich schlage vor, einen Teil der sogenannten Bundes-Milliarde für die Landwirtschaft zur Finanzierung der Mehrgefahrenversicherung zu verwenden", erklärte Kaniber heute in München. In einem Brief rief sie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dazu auf, den Einstieg in die Mitfinanzierung einer Mehrgefahrenversicherung neu zu überdenken. Damit für möglichst viele Landwirte eine solche Versicherung auch bezahlbar werde, sei eine finanzielle Beteiligung des Bundes erforderlich.
Die CSU-Politikerin hatte bereits im vergangenen Jahr eine Bundesratsinitiative zur Einführung von Mehrgefahrenversicherungen vorgeschlagen, die vom Bund und den Ländern gefördert werden sollte. Bislang lehnt der Bund eine Erhöhung der Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) zur Kofinanzierung jedoch ab. Kaniber begrüßte in dem Schreiben ausdrücklich die vom Bund bereits beschlossenen Maßnahmen zur Absenkung der Versicherungssteuer Dürre sowie die Möglichkeit zur Gewinnglättung, die ermöglicht, schlechte Erntejahre mit guten Jahren steuerlich auszugleichen, pochte aber dennoch auf einen Zuschuss zur Mehrgefahrenversicherung.
"In den vergangenen Wochen ist es vielen Bürgern deutlich geworden, wie wichtig eine funktionierende Landwirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Nahrungsmitteln ist", betonte die Ministerin. Sie geht davon aus, dass "Wetterkapriolen" künftig zur Landwirtschaft dazugehören werden. Schon jetzt nutzten die Landwirte die produktionstechnischen Möglichkeiten, um sich gegen zunehmende Trockenperioden zu wappnen, stellte Kaniber fest. Für sie zeigen die zurückliegenden niederschlagsfreien Wochen aber einmal mehr, wie wichtig ein weitergehendes Risikomanagement für die Betriebe ist. Dazu zählt sie ausdrücklich auch entsprechende bezuschusste Versicherungspolicen. AgE (28.04.2020)
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