Landwirte fordern bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright:
Copyright:
Bessere Möglichkeiten zur Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylsuchenden hat der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA), Burkhard Möller, gefordert. Zwar seien die von der Bundesregierung geplanten Änderungen der Asylgesetze zu begrüßen; sie reichten hinsichtlich einer möglichen Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylsuchenden jedoch nicht aus, erklärte Möller im Ergebnis der GLFA-Mitgliederversammlung vergangene Woche in Berlin.
Möllers Angaben zufolge besteht für Asylbewerber und Geduldete in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts in Deutschland ein generelles Beschäftigungsverbot. Nach dem dritten Monat bis zum 15. Monat des Aufenthalts sei eine Beschäftigung grundsätzlich möglich, jedoch nur mit Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA). Bei der Vorrangprüfung prüfe die zuständige Arbeitsagentur, ob für einen bestimmten Arbeits- oder Ausbildungsplatz bevorrechtigte Bewerber zur Verfügung stünden. Dies seien grundsätzlich alle EU-Bürger.
Möller kritisierte, dass diese Vorschriften mit dem Gesetzespaket der Bundesregierung nicht geändert werden sollen. Aus Sicht des Gesamtverbandes sei zum einen die Vorrangprüfung zwischen dem dritten und 15. Monat des Aufenthalts ersatzlos abzuschaffen. Zum anderen müsse auch das generelle Beschäftigungsverbot für Asylbewerber und Geduldete in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts hinterfragt werden. „Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für Arbeitgeber, um sich frühzeitig für Beschäftigungsverhältnisse mit Flüchtlingen in der Landwirtschaft zu interessieren“, betonte der Verbandsgeschäftsführer. AgE (24.09.2015)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Landwirtschaft
Immer weniger Arbeitskräfte
06.05.2024 — Die Landwirtschaft in Deutschland zählt immer weniger Beschäftigte. Laut der jüngsten Agrarstrukturerhebung waren es im Zeitraum von März 2022 bis Februar 2023 insgesamt rund 876.000 Arbeitskräfte und damit 7% weniger als bei der Zählung 2020. Maßgeblich war der starke Rückgang der Zahl der Saisonarbeitskräfte um 12% sowie der Familienarbeitskräfte um 8%. Hingegen nahm die Zahl der ständigen Arbeitskräfte um 3% zu.
EU/Neuseeland
Freihandelsabkommen jetzt in Kraft
03.05.2024 — Nach zuvor 15 Jahren Verhandlungszeit ist am 1. Mai das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland in Kraft getreten. Es sieht höhere Quoten für die zollvergünstigte Einfuhr von neuseeländischem Fleisch und Milchprodukten vor. Die Importzölle für Gartenbauprodukte wie Kiwis und Äpfel sowie für Wein fallen sofort weg.
NABU-Umfrage zum Wolf
Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung
02.05.2024 — Laut einer forsa-Umfrage freuen sich drei Viertel der Menschen hierzulande über die Rückkehr des Wolfes. Außerdem sieht die Mehrheit in dem Tier keine Bedrohung für den Menschen. Etwa 62% gehen davon aus, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden. Der Naturschutzbund Deutschland setzt auf Herdenschutz und fordert eine sachlichere Diskussion zum Wolf.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Bürokratieabbau
Mehr im Büro als auf dem Schlepper
01.05.2024 — Eine Liste mit 33 Forderungen zum Bürokratieabbau hat der Landesbauernverband dem schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Schwarz übergeben. Ein Gremium auf Staatssekretärsebene soll mögliche Fortschritte prüfen und in Gesetzesvorschläge umsetzen.

xs

sm

md

lg

xl