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Ernte 2019

Raiffeisenverband erwartet deutlich weniger Getreide

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Weil die große Hitze in den vergangenen Wochen Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen hat, geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nun vor allem für die ostdeutschen Bundesländer von einer deutlich kleineren Ernte aus. Das bundesdeutsche Aufkommen veranschlagte der Verband heute auf insgesamt rund 46,5 Mio t Getreide; im Juni waren noch 48 Mio t erwartet worden. Trotzdem würde damit die Vorjahresmenge um 22,5 % übertroffen. Laut DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler liegt das erwartete Ergebnis auf dem Niveau des Fünfjahresdurchschnitts.


Für den Raps beließ der DRV seine Ernteprognose 2019 bei rund 3 Mio t. "Das enttäuschende Vorjahresergebnis wird damit um rund 20 % verfehlt", betonte Seedler. Die Ernte von Raps und Weizen habe je nach Region um bis zu zehn Tage früher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre begonnen. Die bislang vorliegenden Ergebnisse reichten allerdings nicht aus, um belastbare Aussagen hinsichtlich der Qualitäten treffen zu können. "Wir erwarten jedoch aufgrund der Witterung größere Unterschiede bei der Qualität und mehr Schmachtkorn als im Durchschnitt", hob der Experte hervor. Die Wintergerste sei zu einem hohen Prozentsatz gedroschen, in Frühdruschgebieten teilweise schon vollständig.
Dem DRV zufolge haben die Hitze und die Trockenheit in den vergangenen Wochen das Getreide mit Ausnahme von Mais überwiegend in der Abreifephase getroffen. Daher seien die Ertragseinbußen bislang vergleichsweise gering ausgefallen. Wenn aber in den kommenden Wochen weitere Hitzeperioden eintreten würden, dann seien beim Körnermais deutliche Ertragseinbußen zu befürchten, die erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungsbilanz von Futtergetreide haben dürften.
Der DRV betonte, dass die Landwirte in vielen Regionen zum zweiten Mal in Folge unter den Auswirkungen eines sich abzeichnenden Klimawandels litten. Deshalb forderte der Verband die Politik auf, zügig eine Weichenstellung für mehr Klimaschutz vorzunehmen. Außerdem müsse die landwirtschaftliche Feldberegnung weiterentwickelt und optimiert werden. AgE (17.07.2019)
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