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Geflügelpest

Weitere Nutztierbestände in Deutschland und Polen betroffen

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Die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat in dieser Woche sowohl in Deutschland als auch in Polen erneut für erhebliche Ausfälle in der Nutztierhaltung gesorgt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern wurde die Geflügelpest vom Subtyp H5N8 zu Wochenbeginn in einem Hühneraufzuchtstall für Mastelterntiere im Landkreis Rostock nachgewiesen. Betroffen waren insgesamt 45 000 Tiere, die kurz danach gekeult wurden. Der Landkreis verfügte zudem einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet.


Für Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus belegt der schon neunte Ausbruch in einem Nutztierbestand des Landes die anhaltend dramatische Seuchenlage. Der aktuell betroffene Betrieb liege im Herzen der Geflügelhaltung des Nordostens - allein im jetzt festgelegten Sperrbezirk lebten 550 000 Stück Geflügel, erklärte Backhaus. Er geht davon aus, dass die Viruslast weiterhin extrem hoch bleibt, und rief die Geflügelhalter daher auf, die Biosicherheitsmaßnahmen weiter "auf höchstem Niveau" zu halten.
In Polen bestätigten die Veterinärbehörden in dieser Woche einen Seuchenfall in der Wojewodschaft Großpolen. Hier wurde die Geflügelpest in einem Hühnerbestand mit rund 24 000 Tieren festgestellt, die ebenfalls getötet werden mussten. Laut den behördlichen Angaben war die Geflügelpest schon Ende Januar in einem großen Hennenbetrieb in unmittelbarer Umgebung zum jetzigen Seuchenherd ausgebrochen. Wenige Tage später sei unweit davon ein Mastputenbestand mit 14 000 Tieren gekeult worden. Die Veterinärbehörden haben deshalb die Seuchenschutzauflagen in der Region nochmals deutlich ausgeweitet. AgE (12.02.2021)
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