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Schweinepest

Dänische Forscher finden neuen ASP-Übertragungsweg

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Einen möglichen Übertragungsweg für bislang unerklärliche Infektionen von Hausschweinen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) haben Forscher der Dänischen Technischen Universität (DTU) aufgezeigt. Wie aus einer bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie der Wissenschaftler hervorgeht, kommt es mitunter selbst in nachweislich gut abgesicherten Ställen zu Ausbrüchen der Seuche, die nicht auf einen Kontakt mit Wildschweinen oder infiziertem Material zurückgeführt werden können. Nach Ansicht der Forscher um den Epidemiologen Rene Bødker könnten stechende Insekten die Ursache für diese Infektionsfälle sein.
In Experimenten haben die Wissenschaftler blutsaugende Fliegen mit ASP-infiziertem Blut gefüttert, das in seiner Zusammensetzung dem von erkrankten Schweinen entsprach. Bei den Fliegen handelte es sich nicht um klassische Stallfliegen, sondern um Arten, die eher auf Weiden, mitunter aber auch in der Nähe von Ställen zu finden sind.
Im Rahmen des Projekts zeigte sich, dass die Stechfliegen tatsächlich ASP auf Schweine übertragen konnten. Dies geschah allerdings nicht durch Stiche; vielmehr wurden die Fliegen den Schweinen oral verabreicht, da davon ausgegangen wird, dass Schweine solche Fliegen bei Gelegenheit fressen oder unabsichtlich mit dem Futter aufnehmen. Mit Blick auf ihre Ergebnisse wollen die Forscher nicht ausschließen, dass auf diesem Weg eine einzige Fliege ausreicht, ein Schwein mit der Afrikanischen Schweinepest anzustecken. Da die im Experiment genutzten Arten von blutsaugenden Fliegen in Schweineställen nur vereinzelt vorkommen, dürfte dieser Übertragungsweg jedoch nach ihrer Einschätzung eher selten die Ursache für einen Seuchenausbruch sein. AgE (08.01.2019)

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