Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Fasten

Von Fastenzeit und Fastenkur

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Wer heutzutage fastet, tut das nicht unbedingt aus religiösem Hintergrund: Der bewusste Verzicht ist in Deutschland mittlerweile Trend geworden und hat sich auch außerhalb der Religionen etabliert.
Doch zunächst zum Grundgedanken des Fastens. Nicht nur für die Christen, sondern auch für Muslime und andere Gläubige ist die Fastenzeit ein Teil ihrer Religion. Die Christen beginnen 46 Tage vor Ostern mit dem Verzicht. Wirklich gefastet wird allerdings nur an 40 Tagen, denn die Sonntage sind traditionell fastenfrei. Die Muslime dagegen fasten nur 30 Tage lang im sogenannten Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. Während im Christentum jeder selbst bestimmen kann worauf er verzichtet, gibt der Islam strengere Regeln vor: Muslime dürfen von Sonnenaufgang bis Untergang weder Essen noch Trinken. Am Abend veranstalten die Menschen dann ein großes Fest, um das Fasten für den jeweiligen Tag zu beenden. Der Ramadan erinnert die Gläubigen an die Offenbarung des Korans durch Erzengel Gabriel und den Propheten Mohammed. Die Muslime reinigen sich in der Fastenzeit von ihren Sünden. Auch das Gebet ist Teil des Ramadans. Das Fasten hat im Islam eine elementare Bedeutung, es stellt sogar eine der fünf Säulen der Religion dar. Christen fasten dagegen freiwillig. Laut der DAK-Gesundheitsstudie stieg die Zahl der Fastenden hierzulande, rund 63 % der Deutschen befürworten das Fasten. Verzichtet wird laut der Studie vor allem auf Alkohol, Süßigkeiten und Fleisch. Manche entsagen sich auch der Nutzung des Internets oder Handys. Der Ursprung der christlichen Fastenzeit liegt in der Erinnerung an Jesus, der nach seiner Taufe eine Zeit in der Wüste verbrachte, fastete und dabei den Versuchungen des Teufels wiederstand. Zum Ende der Fastenzeit feiern die Christen das Osterfest. Und auch die Muslimen brechen den Fastenmonat mit einer Feierlichkeit: dem Zuckerfest.
Seit einigen Jahren gewinnen allerdings auch von der Religion unabhängige Fasten-Formen an Beliebtheit: Dazu gehört beispielsweise das Heilfasten, bei dem in unterschiedlicher Form auf Nahrung verzichtet wird. Solchen Fastenkuren wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Der Verzicht auf Nahrung soll die Zellen anregen sich selbst zu reinigen. Das kann unterschiedliche Vorteile mit sich bringen: Hoher Blutdruck lässt sich senken und kann Symptome rheumatischer Erkrankungen lindern. Auch für Krebspatienten ist Fasten empfehlenswert, weil dadurch das Wachsen von entarteten Zellen verlangsamt werden kann. Wer das Heilfasten ausprobieren möchte muss nicht aber nicht gleich tagelang auf Nahrung verzichten: Schon stundenweises Fasten über einen Zeitraum von wenigen Wochen kann Wirkung zeigen. Eine beliebte Form ist das Intervall-Fasten. Dabei wird 16 Stunden durchgehend auf jegliche Mahlzeiten verzichtet, anschließend darf in einem Zeitraum von acht Stunden gegessen werden. Zuckerfreie Getränke sind immer erlaubt. Neben der entgiftenden Wirkung stellt sich auch beim Intervall-Fasten oft ein positiver Nebeneffekt ein: Es kann das Abnehmen erleichtern. Wer sich entscheidet, eine Fastenkur durchzuführen, sollte das aber im Vorfeld mit seinem Arzt besprechen. (14.02.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

xs

sm

md

lg

xl