Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Strukturwandel

Bauernverband warnt vor Strukturbruch in der Sauenhaltung

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Nachbesserungsbedarf bei der geplanten Neuregelung der Kastenstandhaltung sieht der Deutsche Bauernverband (DBV). Zwar bringe der Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung endlich Klarheit für diejenigen Betriebe, die vor Investitionsentscheidungen stehen, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken anlässlich der Einleitung der Verbändebeteiligung. Gleichzeitig stellten jedoch eine Reihe praxisfremder Detailregelungen sowie insbesondere die Neuregelung der Abferkelbucht auch für Altgebäude trotz Übergangsfrist die Landwirte vor große Herausforderungen.
Nach DBV-Schätzung erfordern die geplanten Änderungen für fast zwei Drittel der Gebäudesubstanz, in denen Sauen gehalten werden, Neu- oder Umbauten und seien somit von existenzieller Bedeutung für viele Sauenhalter. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Krüsken die Forderung nach finanzieller Unterstützung durch ein umfassendes Investitionsförderprogramm. Daneben gelte es vor allem, bürokratische Hürden im Baurecht endlich abzubauen.
"Wenn diese Verordnung greifen soll, muss endlich für ein Ende der bau- und genehmigungsrechtlichen Blockade bei Um- und Neubauten von Ställen gesorgt werden", mahnte der Generalsekretär. Die Landwirte seien grundsätzlich offen für Änderungen zum Wohl der Tiere. Notwendig seien jedoch "Entscheidungen mit Augenmaß, die den Betrieben Perspektive geben." Bauern benötigten zudem Planungs- und Investitionssicherheit.
Ohne eine umfassende Unterstützung der Sauenhalter bei der Umsetzung der künftigen Vorgaben drohe eine neuerliche Welle von Betriebsaufgaben, warnt Krüsken. Insbesondere mit Blick auf die geplanten Anforderungen an den Abferkelstall sei es wichtig, eine verlässliche Perspektive für bestehende Ställe zu bekommen. "Sonst ist die bäuerliche Sauenhaltung in Deutschland spätestens in 12 Jahren Geschichte", so der DBV-Generalsekretär. AgE (31.05.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrikanische Schweinepest
Brandenburger Bauern fordern festen Wildzaun an deutsch-polnischer Grenze
04.05.2020 — Dem Landesbauernverband (LBV) Brandenburg reichen die bisherigen Präventionsmaßnahmen gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht aus. Der Verband fordert die Errichtung einer festen Zaunanlage an der Grenze zu Polen.
Schlachtschweinenotierungen
Talfahrt hält europaweit an
30.04.2020 — Die Verwerfungen am Fleischmarkt infolge der Corona-Krise drücken die Schlachtschweinepreise in dieser Woche europaweit erneut nach unten. In Deutschland setzte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihre Leitnotierung heute um 5 Cent auf 1,70 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) herab.
Schlachtschweinepreise
Druck aufgrund eines schwachen Fleischmarktes
23.04.2020 — Am Schweinemarkt in Deutschland und in der gesamten Europäischen Union sind die Folgen der Corona-Krise immer stärker zu spüren. Übereinstimmend wird aus mehreren Mitgliedstaaten von einem insgesamt schwachen Fleischabsatz berichtet. Die Lieferungen an Kunden am Binnenmarkt stockten, der Außer-Haus-Verbrauch sei weggebrochen
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung - immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.
Coronavirus
Kein Ansteckungsrisiko durch Schweine und Hühner
07.04.2020 — Schweine und Hühner sind nach derzeitigem Stand nicht empfänglich für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus. Das zeigen erste Ergebnisse von Infektionsstudien am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems.

xs

sm

md

lg

xl