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Nordrhein-Westfalen

Besiedlung durch Wölfe verläuft langsam

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In Nordrhein-Westfalen breitet sich der Wolf nur vergleichsweise langsam aus. Darauf hat das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf heute hingewiesen. Demnach wurden im laufenden Jahr bis einschließlich Ende Mai 18 Wölfe nachgewiesen, darunter mehrfach dasselbe Tier sowie mindestens vier verschiedene Individuen. Der erste Wolf sei 2009 bestätigt worden, doch bis zur ersten dauerhaften Ansiedlung habe es neun Jahre gedauert. Verglichen mit anderen Bundesländern ist die Entwicklung dem Ministerium zufolge schleppend.
Teil der diesjährigen Nachweise ist laut Agrarressort auch ein Video, das die gemeinsame Jagd von zwei Wölfen in Schermbeck am unteren Niederrhein belegt. "Wir hatten längst erwartet, dass es früher oder später auch hier in Nordrhein-Westfalen zur Paarbildung kommt; überrascht waren wir allerdings, als die Analyse der Genprobe offenbarte, dass es sich bei den beiden Wölfen offenbar um Geschwister handelt", erläuterte Ressortchefin Ursula Heinen-Esser. Zurzeit sei noch nicht klar, ob das männliche Tier dauerhaft bleiben werde.
Unklar ist dem Ministerium zufolge auch der Verbleib der beiden anderen in diesem Jahr identifizierten Wölfe, die aus der Alpenpopulation und den Niederlanden stammten. Aus den Wolfsgebieten Senne und Eifel/Hohes Venn sowie der Pufferzone Stegskopf/Daaden lägen für 2020 noch keine Nachweise vor. Übergriffe auf Rinder oder Pferde sowie Hinweise auf ortstreue Wölfe an oder auf Deichen gebe es bisher nicht. In ganz Nordrhein-Westfalen sei aber nach wie vor damit zu rechnen, dass einzelne, durchwandernde Wölfe auftreten könnten.
Haus- und Nutztierrisse werden nach Angaben des Ministeriums landesweit zu 100 % entschädigt, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen würden auch Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune vollständig gefördert. AgE (10.06.2020)
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