Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Agrarstrukturpolitik

Bundesregierung will EU-Agrarzahlungen an Agrarholdings einschränken

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Bundesregierung hat das Ziel, die Agrarzahlungen der Europäischen Union an verbundene Unternehmen einzuschränken. Das bekräftigt sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema "Agrarstrukturwandel, landwirtschaftlicher Bodenmarkt und flächenabhängige Agrarzahlungen". Ziel müsse es sein, dass die Mitgliedstaaten künftig Unternehmensverbünde als einen Antragsteller werten könnten.


In der Antwort veröffentlicht die Bundesregierung erstmals eine Übersicht zu den Strukturen großer Agrarholdings in Deutschland und die auf die jeweiligen Tochterunternehmen entfallenden EU-Agrarzahlungen. Den Angaben zufolge verfügt die DAH Holding mit Sitz im schleswig-holsteinischen Fleckeby über 36 landwirtschaftliche Tochterunternehmen. Diese erhielten 2019 in der Summe rund 5,36 Mio Euro an EU-Agrarzahlungen aus der Ersten Säule. Deutlich dahinter rangiert die in Winsen an der Aller ansässige Lindhorst-Gruppe. Auf ihre 19 Tochterunternehmen entfielen im vergangenen Jahr Direktzahlungen im Gesamtumfang von etwa 3,38 Mio Euro.
Auf rund 3,01 Mio Euro kommen die sieben landwirtschaftlichen Tochterunternehmen der Lukas-Stiftung. Diese Stiftung der Familie Albrecht hält gemeinsam mit zwei weiteren Familienstiftungen 100 % der Anteile an Aldi Nord. Der Steinhoff-Gruppe in Westerstede mit ihren 23 Tochterunternehmen wurden 2019 annähernd 3 Mio Euro aus Brüssel überwiesen. Die EU-Zahlungen an die 19 Töchter der Baltic Agrar mit Sitz in Oranienburg beliefen sich auf rund 2,2 Mio Euro. AgE (24.10.2020)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Europaparlament
Mehrheit stimmt für gemeinsamen GAP-Verhandlungsvorschlag
26.10.2020 — Eine deutliche Mehrheit der Europaabgeordneten hat für die zuvor von den großen Fraktionen ausgehandelte Verhandlungsposition zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) votiert. Für den Entwurf stimmten heute Nachmittag unter anderem nahezu alle Abgeordneten der Fraktionen der Europäischen Volkspartei (EVP) und der liberalen Renew Europe (RE).
GAP im Europaparlament
SPD-Abgeordnete verweigern Zustimmung
24.10.2020 — Eine Einigung des Europaparlaments auf eine gemeinsame Verhandlungslinie zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) scheint zunehmend ungewiss. Wie die Schattenberichterstatterin der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) für die Strategiepläne, die SPD-Abgeordnete Maria Noichl, im Hinblick auf die für heute Nachmittag geplante Abstimmung ankündigte, werden alle SPD-Europaparlamentarier den Gesamtentwurf ablehnen.
GAP-Reform
Länderminister zwischen Erleichterung und Enttäuschung
22.10.2020 — In den Bundesländern haben die Beschlüsse des EU-Agrarrates zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Während sowohl die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast als auch ihr Schweriner Amtskollege Dr. Till Backhaus erleichtert auf die Einigung reagierten, zeigte sich Schleswig-Holsteins Ressortchef Jan Philipp Albrecht enttäuscht.
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung - immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.
EU-Agrarrat
Minister einigen sich auf gemeinsame Verhandlungsposition zur GAP
21.10.2020 — Nach einer langen Verhandlungsnacht haben sich die EU-Agrarminister in Luxemburg heute in den frühen Morgenstunden mit qualifizierter Mehrheit auf eine gemeinsame Verhandlungsposition zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) geeinigt. Gegen den von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vorgelegten Kompromissentwurf stimmte lediglich Litauen.

xs

sm

md

lg

xl